47
Karin Kneffel
Pflaumen, 1998.
Oil on canvas
Estimate:
€ 200,000 - 300,000
$ 234,000 - 351,000
47
Karin Kneffel
Pflaumen, 1998.
Oil on canvas
Estimate:
€ 200,000 - 300,000
$ 234,000 - 351,000
Karin Kneffel
1957
Pflaumen. 1998.
Öl auf Leinwand.
Verso auf der Leinwand signiert und datiert. 203 x 299,5 cm (79,9 x 117,9 in).
• Verführerisches, opulentes Früchtestillleben im Monumentalformat.
• Kneffel par excellence: virtuose fotorealistische Präzision von suggestiver Haptik.
• Die Obstdarstellungen sind die gefragtesten Werke der Künstlerin auf dem internationalen Auktionsmarkt.
• Karin Kneffel gehört zum Künstlerkader der renommierten Gagosian Gallery.
• Seit über 25 Jahren im selben Familienbesitz.
• Aktuell sind Arbeiten der Künstlerin u. a. im Museum Frieder Burda in Baden-Baden zu sehen (bis August 2026).
PROVENIENZ: Galerie Johnen, Köln.
Galerie von Braunbehrens, München.
Privatsammlung Deutschland (2001 vom Vorgenannten erworben).
AUSSTELLUNG: Pathologiae. Sechs Frauen - Ein Zufall, sei donne per caso, Museion - Museum für Moderne Kunst, Bozen, 4.6.-29.8.1999.
Im Gegenüber. Landschaften, Stillleben, Portraits, Galerie von Braunbehrens, München, 4.4.-26.5.2000; Galería Joanna Kunstmann, Santanyi, Mallorca, 15.7.-6.9.2000, S. 53.
Karin Kneffel, Kunsthalle Emden, 30.6.-14.10.2001, S. 9.
LITERATUR: Simon Maurer, Nach dem Sündenfall, in: Tagesanzeiger Zürich, 12.9.1997, S. 50-51.
Daniel Schreiber (Hrsg.), Ausst.-Kat. Karin Kneffel, Kunsthalle Tübingen, 2010, S. 133.
Wilhelm Werthern, Karin Kneffel, in: Le Monde diplomatique, Deutsche Ausgabe, 26.1.2020, S. 9.
"Kneffels Bilder haben ihre Bedeutung ausschließlich in sich selbst, sie folgen jenseits des Abbildlichen ihren eigenen Gesetzen als Kunstwerk."
Brigitte Reinhardt, Karin Kneffel. Verführung und Distanz, Köln 2006, S. 29.
Aufrufzeit: ca. 18.32 h +/- 20 Min.
1957
Pflaumen. 1998.
Öl auf Leinwand.
Verso auf der Leinwand signiert und datiert. 203 x 299,5 cm (79,9 x 117,9 in).
• Verführerisches, opulentes Früchtestillleben im Monumentalformat.
• Kneffel par excellence: virtuose fotorealistische Präzision von suggestiver Haptik.
• Die Obstdarstellungen sind die gefragtesten Werke der Künstlerin auf dem internationalen Auktionsmarkt.
• Karin Kneffel gehört zum Künstlerkader der renommierten Gagosian Gallery.
• Seit über 25 Jahren im selben Familienbesitz.
• Aktuell sind Arbeiten der Künstlerin u. a. im Museum Frieder Burda in Baden-Baden zu sehen (bis August 2026).
PROVENIENZ: Galerie Johnen, Köln.
Galerie von Braunbehrens, München.
Privatsammlung Deutschland (2001 vom Vorgenannten erworben).
AUSSTELLUNG: Pathologiae. Sechs Frauen - Ein Zufall, sei donne per caso, Museion - Museum für Moderne Kunst, Bozen, 4.6.-29.8.1999.
Im Gegenüber. Landschaften, Stillleben, Portraits, Galerie von Braunbehrens, München, 4.4.-26.5.2000; Galería Joanna Kunstmann, Santanyi, Mallorca, 15.7.-6.9.2000, S. 53.
Karin Kneffel, Kunsthalle Emden, 30.6.-14.10.2001, S. 9.
LITERATUR: Simon Maurer, Nach dem Sündenfall, in: Tagesanzeiger Zürich, 12.9.1997, S. 50-51.
Daniel Schreiber (Hrsg.), Ausst.-Kat. Karin Kneffel, Kunsthalle Tübingen, 2010, S. 133.
Wilhelm Werthern, Karin Kneffel, in: Le Monde diplomatique, Deutsche Ausgabe, 26.1.2020, S. 9.
"Kneffels Bilder haben ihre Bedeutung ausschließlich in sich selbst, sie folgen jenseits des Abbildlichen ihren eigenen Gesetzen als Kunstwerk."
Brigitte Reinhardt, Karin Kneffel. Verführung und Distanz, Köln 2006, S. 29.
Aufrufzeit: ca. 18.32 h +/- 20 Min.
Das Gemälde "Pflaumen" aus dem Jahr 1998 von Karin Kneffel ist ein charakteristisches Beispiel für die präzise, nahezu hyperrealistische Malweise der Künstlerin, die sich zwischen Fotorealismus und malerischer Inszenierung bewegt. Die Darstellung zeigt dicht gedrängte Pflaumen im Geäst, umgeben von üppigem Blattwerk. Durch die Makro-Perspektive wird der Bildraum verdichtet und die Grenzen zwischen naturalistischer Wiedergabe und künstlerischer Komposition bewusst verwischt. Das Obst erscheint zum Greifen nah.
Ikonografisch lässt sich das Motiv in die Tradition des Stilllebens einordnen, insbesondere in die Fruchtstillleben der niederländischen Malerei des 17. Jahrhunderts. Seit Mitte der 1990er Jahre beschäftigt sich Karin Kneffel mit dem klassischen Genre des Früchtestilllebens. Ihre Früchte, wie hier die Pflaumen, porträtiert sie in vielfachen Variationen immer in extremer Nahsicht und in hyperrealistischer Perfektion. Bekannt sind ihre eine perfekte Illusion erzeugenden Früchte-Bilder, die überdimensioniert das Obst ins Zentrum der Darstellung setzen. Kneffels Malerei bewahrt eine geheimnisvolle Distanz, trotz der unmittelbaren Präsenz der Darstellung. Mit diesen Werken hat Karin Kneffel das Früchtestillleben auf ein neues Level gehoben und gibt ihm seine Daseinsberechtigung in der zeitgenössischen Kunst zurück. Im Unterschied zu den historischen Vorbildern verzichtet Kneffel allerdings weitgehend auf symbolische Überfrachtung zugunsten einer nüchterneren, fast analytischen Darstellung. Die überdimensionierte Perspektive und die Detailgenauigkeit lenken den Blick auf die Materialität der Oberfläche und die Wahrnehmungsprozesse selbst.
Darüber hinaus kann das monumentale Gemälde im Kontext zeitgenössischer Bildkulturen gelesen werden: Die Nähe zu fotografischer Ästhetik sowie die Übersteigerung des Sichtbaren reflektieren den Einfluss reproduzierter Bilder in der modernen Kunst. "Pflaumen" agiert somit nicht nur als naturalistische Darstellung, sondern auch als kritische Auseinandersetzung mit Realität, Abbild und Inszenierung.
Karin Kneffel studierte unter anderem an der Kunstakademie Düsseldorf und ist Meisterschülerin von Gerhard Richter, dessen Einfluss sich vor allem in der Auseinandersetzung mit fotografischen Bildvorlagen zeigt. Heute zählt sie zu den bedeutendsten zeitgenössischen Künstlerinnen Deutschlands. Ihr Werk ist international in renommierten Sammlungen vertreten und zeichnet sich durch die Verbindung von technischer Virtuosität, konzeptueller Reflexion und einer eigenständigen Weiterentwicklung realistischer Malerei aus. Aktuell zeigt beispielsweise das Museum Frieder Burda in Baden-Baden eine Ausstellung, die Arbeiten Karin Kneffels präsentiert. [KA/MH]
Ikonografisch lässt sich das Motiv in die Tradition des Stilllebens einordnen, insbesondere in die Fruchtstillleben der niederländischen Malerei des 17. Jahrhunderts. Seit Mitte der 1990er Jahre beschäftigt sich Karin Kneffel mit dem klassischen Genre des Früchtestilllebens. Ihre Früchte, wie hier die Pflaumen, porträtiert sie in vielfachen Variationen immer in extremer Nahsicht und in hyperrealistischer Perfektion. Bekannt sind ihre eine perfekte Illusion erzeugenden Früchte-Bilder, die überdimensioniert das Obst ins Zentrum der Darstellung setzen. Kneffels Malerei bewahrt eine geheimnisvolle Distanz, trotz der unmittelbaren Präsenz der Darstellung. Mit diesen Werken hat Karin Kneffel das Früchtestillleben auf ein neues Level gehoben und gibt ihm seine Daseinsberechtigung in der zeitgenössischen Kunst zurück. Im Unterschied zu den historischen Vorbildern verzichtet Kneffel allerdings weitgehend auf symbolische Überfrachtung zugunsten einer nüchterneren, fast analytischen Darstellung. Die überdimensionierte Perspektive und die Detailgenauigkeit lenken den Blick auf die Materialität der Oberfläche und die Wahrnehmungsprozesse selbst.
Darüber hinaus kann das monumentale Gemälde im Kontext zeitgenössischer Bildkulturen gelesen werden: Die Nähe zu fotografischer Ästhetik sowie die Übersteigerung des Sichtbaren reflektieren den Einfluss reproduzierter Bilder in der modernen Kunst. "Pflaumen" agiert somit nicht nur als naturalistische Darstellung, sondern auch als kritische Auseinandersetzung mit Realität, Abbild und Inszenierung.
Karin Kneffel studierte unter anderem an der Kunstakademie Düsseldorf und ist Meisterschülerin von Gerhard Richter, dessen Einfluss sich vor allem in der Auseinandersetzung mit fotografischen Bildvorlagen zeigt. Heute zählt sie zu den bedeutendsten zeitgenössischen Künstlerinnen Deutschlands. Ihr Werk ist international in renommierten Sammlungen vertreten und zeichnet sich durch die Verbindung von technischer Virtuosität, konzeptueller Reflexion und einer eigenständigen Weiterentwicklung realistischer Malerei aus. Aktuell zeigt beispielsweise das Museum Frieder Burda in Baden-Baden eine Ausstellung, die Arbeiten Karin Kneffels präsentiert. [KA/MH]
Buyer's premium, taxation and resale right compensation for Karin Kneffel "Pflaumen"
This lot can only be purchased subject to regular taxation, artist‘s resale right compensation is due.
Regular taxation:
Hammer price up to 1,000,000 €: herefrom 29 % premium.
The share of the hammer price exceeding 1,000,000 € is subject to a premium of 23% and is added to the premium of the share of the hammer price up to 1,000,000 €.
The share of the hammer price exceeding 4,000,000 € is subject to a premium of 15% and is added to the premium of the share of the hammer price up to 4,000,000 €.
The statutory VAT of currently 7 % is levied to the sum of hammer price and premium.
Calculation of artist‘s resale right compensation:
For works by living artists, or by artists who died less than 70 years ago, a artist‘s resale right compensation is levied in accordance with Section 26 UrhG:
4 % of hammer price from 400.00 euros up to 50,000 euros,
another 3 % of the hammer price from 50,000.01 to 200,000 euros,
another 1 % for the part of the sales proceeds from 200,000.01 to 350,000 euros,
another 0.5 % for the part of the sale proceeds from 350,000.01 to 500,000 euros and
another 0.25 % of the hammer price over 500,000 euros.
The maximum total of the resale right fee is EUR 12,500.
The artist‘s resale right compensation is VAT-exempt.
Regular taxation:
Hammer price up to 1,000,000 €: herefrom 29 % premium.
The share of the hammer price exceeding 1,000,000 € is subject to a premium of 23% and is added to the premium of the share of the hammer price up to 1,000,000 €.
The share of the hammer price exceeding 4,000,000 € is subject to a premium of 15% and is added to the premium of the share of the hammer price up to 4,000,000 €.
The statutory VAT of currently 7 % is levied to the sum of hammer price and premium.
Calculation of artist‘s resale right compensation:
For works by living artists, or by artists who died less than 70 years ago, a artist‘s resale right compensation is levied in accordance with Section 26 UrhG:
4 % of hammer price from 400.00 euros up to 50,000 euros,
another 3 % of the hammer price from 50,000.01 to 200,000 euros,
another 1 % for the part of the sales proceeds from 200,000.01 to 350,000 euros,
another 0.5 % for the part of the sale proceeds from 350,000.01 to 500,000 euros and
another 0.25 % of the hammer price over 500,000 euros.
The maximum total of the resale right fee is EUR 12,500.
The artist‘s resale right compensation is VAT-exempt.
Headquarters
Joseph-Wild-Str. 18
81829 Munich
Phone: +49 89 55 244-0
Fax: +49 89 55 244-177
info@kettererkunst.de
Louisa von Saucken / Undine Schleifer
Holstenwall 5
20355 Hamburg
Phone: +49 40 37 49 61-0
Fax: +49 40 37 49 61-66
infohamburg@kettererkunst.de
Dr. Simone Wiechers / Nane Schlage
Fasanenstr. 70
10719 Berlin
Phone: +49 30 88 67 53-63
Fax: +49 30 88 67 56-43
infoberlin@kettererkunst.de
Cordula Lichtenberg
Gertrudenstraße 24-28
50667 Cologne
Phone: +49 221 510 908-15
infokoeln@kettererkunst.de
Hessen
Rhineland-Palatinate
Miriam Heß
Phone: +49 62 21 58 80-038
Fax: +49 62 21 58 80-595
infoheidelberg@kettererkunst.de
We will inform you in time.




