425000821
Arnold Schönberg
3 eigh. Briefe m. U. an Hugo Botstiber, Musikwissenschaftler, um 1910-1911.
Estimate: € 4,000 / $ 4,600
Information on buyer's premium, taxation and resale right compensation will be available four weeks before the auction.
425000821
Arnold Schönberg
3 eigh. Briefe m. U. an Hugo Botstiber, Musikwissenschaftler, um 1910-1911.
Estimate: € 4,000 / $ 4,600
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Arnold Schönberg
Komponist und Musiktheoretiker, 1874-1951. 3 eigenhändige Briefe mit Unterschrift "Arnoldschönberg" und "Schönberg". Wien und Berg am Starnberger See, 9. Okt. 1910 und 6. Sept. 1911, ein Brief (mit Adress-Stempel Wien) undatiert. Zus. 5 S. Auf Doppelblättern. Bis 21 : 16,5 cm. - Beiliegend drei eigh. Umschläge.

An den Musikwissenschaftler und Freund Hugo Botstiber (1875-1941) in Wien. Über Publikationen, organisatorische Fragen zu seiner Lehrtätigkeit und die Gesangsausbildung seines Bruders Heinrich Schönberg.

Der österreichische Musikwissenschaftler Hugo Botstiber war als langjähriger Generalsekretär erst der Wiener Konzertvereinigung und ab 1912 der Wiener Konzertausgesellschaft ein einflußreicher Funktionär des Wiener Musiklebens und Konzertbetriebs. Schönberg hatte 1910 sein Porträt gemalt. - 9. Okt. 1910 (Wien): ".. den Absatz über Quinten kann ich dir wohl nicht mehr fürs Musikbuch geben, da er (wie ich glaube) in der nächsten 'Musik' oder im 1./XI.-Heft erscheint. Und mehreremale kann man das wohl kaum abdrucken. Aber ich kann dir einige vielleicht sogar interessantere Kapitel aus der Harmonielehre zur Verfügung stellen .. Oder aber, wenn das Honorar gut genug, so kann ich auch etwas Neues schreiben. Etwas 'Ueber die Fuge' oder über 'Instrumentieren'? .. " Schönbergs Harmonielehre , eine der einflußreichsten musiktheoretischen Schriften der Neuzeit, wurde 1911 erstmals herausgegeben.
6. Sept. 1911 (Berg am Starnberger See): ".. bitte sei so freundlich, mir mitzuteilen oder mitteilen zu lassen, was mit meinen Kursen ist. Ich habe dem Direktor [d. i. Karl Wiener] geschrieben, von der jetzt 5. Rangklasse, steht aber viel zu hoch über mir, als daß er mir, der ich nicht einmal Beamteter der Kunst bin, antworten sollte. Ich brauche Klarheit über folgende Fragen: 1. Wann sind meine Aufnahmeprüfungen? - 2. Wann müssen meine Kurse spätestens beginnen? - 3. Wurde eine Notiz in die Zeitungen gegeben, wie ich den Direktor ersuchte? - 4. Sind schon Anmeldungen für meine Kurse eingelaufen? Und wieviele? - 5. Wurde den Akademieschülern, die sich meldeten, die zwischen mir und dem Direktor vereinbarte Antwort gegeben, daß die Frage des Honorars bei unbemittelten durch uns gelöst wurde? .."
Nach einer gescheiterten Bewerbung auf eine Professur an der k. u. k. Akademie für Musik in Wien 1910 unterrichtete Schönberg dort als Privatdozent. Mangelnder Rückhalt bei der Hochschulleitung und das niedrige Honorar bewogen Schönberg, sich im Herbst 1911 parallel zu seiner Wiener Lehrtätigkeit um eine Stelle in Berlin zu bemühen, und so konnte er u. a. durch Vermittlung von Richard Strauss zum Wintersemester 1911 ein Deputat am privaten Stern'schen Konservatorium antreten.
Wien, o. J.: ".. der Überbringer dieses - mein Bruder - wünscht ins Konservatorium einzutreten. Er ist Bassist und hat eine sehr hoffnungsvolle Stimme. Ich hätte mich nicht leicht dazu entschlossen ihm zu raten, wenn nicht Zemlinsky [d.i. der Komponist u. Dirigent Alexander von Z., 1871-1942, Schönbergs Schwager] ganz entschieden auch der Meinung wäre, daß die Stimme vielversprechend, wegen ihrer Größe und des interessanten Timbres sogar sehr aussichtsreich ist. Zudem ist er gar nicht unmusikalisch, hat Gesangstalent .." Der jüngere Bruder Heinrich Schönberg (1882-1941) erhielt seine Gesangsausbildung bei dem bedeutenden Musikpädagogen Josef Gänsbacher, und hatte später Engagements an den Opernbühnen in Prag, Koblenz und Salzburg.

Collection of 3 autograph letters signed to is friend and colleague Hugo Botstiber in Vienna. About publications (mentioning amongst others his important work "Harmonielehre"), academical life and his brother Heinrich, an aspiring opera singer. Together 5 pp. On double leaves. Up to 21 : 16,5 cm. - With 3 autograph envelopes.






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