Sale: 605 / Day Sale, June 13. 2026 in Munich → Lot 126000326

126000326
Ernst Ludwig Kirchner
Gerti mit Maske und Weinglas, 1910.
Lithograph
Estimate:
€ 50,000 - 70,000
$ 57,500 - 80,500
Information on buyer's premium, taxation and resale right compensation will be available four weeks before the auction.
126000326
Ernst Ludwig Kirchner
Gerti mit Maske und Weinglas, 1910.
Lithograph
Estimate:
€ 50,000 - 70,000
$ 57,500 - 80,500
Information on buyer's premium, taxation and resale right compensation will be available four weeks before the auction.
Ernst Ludwig Kirchner
1880 - 1938
Gerti mit Maske und Weinglas. 1910.
Lithografie.
Signiert und bezeichnet "Handdruck". Verso mit dem Nachlassstempel des Kunstmuseums Basel (Lugt 1570 b) und der handschriftlichen Registriernummer "L 78". Eines von nur drei bekannten Exemplaren. Auf gelbem Velin. 38,4 x 32,7 cm (15,1 x 12,8 in). Papier: 45,7 x 42 cm (18 x 16,5 in).
Der Künstler verewigt die unbekannte "Gerti" in spontanen, dynamischen Zeichnungen in seinem Skizzenbuch (siehe Presler, Skizzenbücher, Skb 8), der ausgearbeiteten Zeichnung "Mädchen mit Halbmaske" (siehe Grohmann, Kirchner-Zeichnungen, Dresden 1925, Tafel 18) und auf einer motivisch sehr ähnlichen Postkarte an Erich Heckel, mit den Worten: "Besten Gruß vom Fasching. Dein ELK. Freundlichen Gruhs Gardi und viele, viele herzliche Grüße von der Doris" (siehe Dube-Heynig, E. L. Kirchner, Postkarten und Briefe an Erich Heckel, Hamburg 1984, Kat.-Nr. 26).
Zudem trägt auch eine Druckgrafik von 1907 den Titel "Gerti" (siehe Gercken, Bd. I, WVZ.-Nr. 145) . Die Gemälde "Maskenball" (1910, Pinakothek der Moderne, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München, Gordon 219) und "Zwei Mädchen mit Masken" (um 1909, Gordon 76, Standort unbekannt) greifen das Thema ebenfalls auf. [CH].
• Druckgrafische Rarität aus der Dresdener "Brücke"-Zeit.
• Handdruck des Künstlers.
• Eines von nur drei bekannten Exemplaren, von denen sich eines in der Sammlung des Museum of Modern Art in New York befindet.
• Das erste Exemplar dieser Lithografie auf dem internationalen Auktionsmarkt (Quelle: artprice.com).
• "Besten Gruß vom Fasching. Dein ELK": ein ganz ähnliches Motiv findet sich im selben Jahr noch einmal auf einer bemalten Postkarte E. L. Kirchners an Erich Heckel wieder.
• Ab 1907 findet sich "Gerti" in mehreren Druckgrafiken des Künstlers: Kirchners Atelier ist damals Lebens- und Arbeitsraum der "Brücke" und Treffpunkt zahlreicher weiblicher Amateurmodelle.
Wir danken Prof. Dr. Dr. Gerd Presler für die Hinweise und die Unterstützung bei der Bearbeitung dieses Werkes.
PROVENIENZ: Galerie Utermann.
Olbricht Collection, Essen/Berlin (2004 vom Vorgenannten erworben).
AUSSTELLUNG: Lebenslust & Totentanz, Kunsthalle Krems, 18.7.-7.11.2010.
LITERATUR: Günther Gercken, Ernst Ludwig Kirchner. Kritisches Werkverzeichnis der Druckgraphik, Bd. 2 (1909-1911), Bern 2013, WVZ-Nr. 395 (m. Abb.).
Gustav Schiefler, Die Graphik Ernst Ludwig Kirchners, Bd. 1 (bis 1916), Berlin-Charlottenburg 1926, WVZ-Nr. L 78.
Annemarie u. Wolf-Dieter Dube, E. L. Kirchner. Das graphische Werk, München 1967, WVZ-Nr. L 143.
1880 - 1938
Gerti mit Maske und Weinglas. 1910.
Lithografie.
Signiert und bezeichnet "Handdruck". Verso mit dem Nachlassstempel des Kunstmuseums Basel (Lugt 1570 b) und der handschriftlichen Registriernummer "L 78". Eines von nur drei bekannten Exemplaren. Auf gelbem Velin. 38,4 x 32,7 cm (15,1 x 12,8 in). Papier: 45,7 x 42 cm (18 x 16,5 in).
Der Künstler verewigt die unbekannte "Gerti" in spontanen, dynamischen Zeichnungen in seinem Skizzenbuch (siehe Presler, Skizzenbücher, Skb 8), der ausgearbeiteten Zeichnung "Mädchen mit Halbmaske" (siehe Grohmann, Kirchner-Zeichnungen, Dresden 1925, Tafel 18) und auf einer motivisch sehr ähnlichen Postkarte an Erich Heckel, mit den Worten: "Besten Gruß vom Fasching. Dein ELK. Freundlichen Gruhs Gardi und viele, viele herzliche Grüße von der Doris" (siehe Dube-Heynig, E. L. Kirchner, Postkarten und Briefe an Erich Heckel, Hamburg 1984, Kat.-Nr. 26).
Zudem trägt auch eine Druckgrafik von 1907 den Titel "Gerti" (siehe Gercken, Bd. I, WVZ.-Nr. 145) . Die Gemälde "Maskenball" (1910, Pinakothek der Moderne, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München, Gordon 219) und "Zwei Mädchen mit Masken" (um 1909, Gordon 76, Standort unbekannt) greifen das Thema ebenfalls auf. [CH].
• Druckgrafische Rarität aus der Dresdener "Brücke"-Zeit.
• Handdruck des Künstlers.
• Eines von nur drei bekannten Exemplaren, von denen sich eines in der Sammlung des Museum of Modern Art in New York befindet.
• Das erste Exemplar dieser Lithografie auf dem internationalen Auktionsmarkt (Quelle: artprice.com).
• "Besten Gruß vom Fasching. Dein ELK": ein ganz ähnliches Motiv findet sich im selben Jahr noch einmal auf einer bemalten Postkarte E. L. Kirchners an Erich Heckel wieder.
• Ab 1907 findet sich "Gerti" in mehreren Druckgrafiken des Künstlers: Kirchners Atelier ist damals Lebens- und Arbeitsraum der "Brücke" und Treffpunkt zahlreicher weiblicher Amateurmodelle.
Wir danken Prof. Dr. Dr. Gerd Presler für die Hinweise und die Unterstützung bei der Bearbeitung dieses Werkes.
PROVENIENZ: Galerie Utermann.
Olbricht Collection, Essen/Berlin (2004 vom Vorgenannten erworben).
AUSSTELLUNG: Lebenslust & Totentanz, Kunsthalle Krems, 18.7.-7.11.2010.
LITERATUR: Günther Gercken, Ernst Ludwig Kirchner. Kritisches Werkverzeichnis der Druckgraphik, Bd. 2 (1909-1911), Bern 2013, WVZ-Nr. 395 (m. Abb.).
Gustav Schiefler, Die Graphik Ernst Ludwig Kirchners, Bd. 1 (bis 1916), Berlin-Charlottenburg 1926, WVZ-Nr. L 78.
Annemarie u. Wolf-Dieter Dube, E. L. Kirchner. Das graphische Werk, München 1967, WVZ-Nr. L 143.
"Diese kraftvoll-flächige Lithographie schuf Kirchner schon bald nach dem Besuch eines Maskenballs Anfang des Jahres 1910 in Dresden. Beeindruckt von dem beglückenden Moment und der Schönheit, der Eleganz einer jungen Dame mit auffälliger Maske, griff er zum Skizzenbuch und verdichtete die Szene "in der Ekstase des ersten Sehens" (Presler Skb 8-1,4). Die faszinierende Erscheinung trug den Namen "Gerty" oder "Gardi". Wer sie wirklich war, und ob Kirchner sie je wiedertraf – wir wissen es nicht. Aber das Ereignis in all seiner Flüchtigkeit hatte ihn berührt – ihn, den Maler. Schon bald zeichnete er die geheimnisvolle Schöne auf einer Postkarte, die er am 13. März 1910 seinem "Brücke"- Freund Erich Heckel sandte. Und dann, wie zur Vollendung in Duktus und Dichte, entstand die vorliegende Lithographie in bisher nur drei bekannten Exemplaren."
Prof. Dr. Dr. Gerd Presler
Prof. Dr. Dr. Gerd Presler
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