Sale: 606 / Evening Sale, June 12. 2026 in Munich → Lot 125001510

125001510
Katharina Grosse
Ohne Titel, 1994.
Oil on canvas
Estimate:
€ 100,000 - 150,000
$ 116,000 - 174,000
Information on buyer's premium, taxation and resale right compensation will be available four weeks before the auction.
125001510
Katharina Grosse
Ohne Titel, 1994.
Oil on canvas
Estimate:
€ 100,000 - 150,000
$ 116,000 - 174,000
Information on buyer's premium, taxation and resale right compensation will be available four weeks before the auction.
Katharina Grosse
1961
Ohne Titel. 1994.
Öl auf Leinwand.
Verso auf der Leinwand signiert, datiert und mit einem Richtungspfeil versehen. 163 x 243 cm (64,1 x 95,6 in). [AW].
• Großartige und monumentale Abstraktion aus dem Jahrzehnt ihres Durchbruchs.
• Zuletzt werden Arbeiten Katharina Grosses in großen Einzelausstellungen u.a. in der Staatsgalerie Stuttgart, in den Hamburger Deichtorhallen und in der Wiener Albertina gewürdigt.
• Zum ersten Mal auf dem internationalen Auktionsmarkt angeboten.
• Aus der Sammlung Deutsche Bank.
Die Arbeit ist unter der Werknummer "1994/1032L" im Studio Katharina Grosse verzeichnet. Wir danken der Wunderblock Stiftung (Archiv Katharina Grosse) für die freundliche Auskunft.
PROVENIENZ: Galerie Maria Wilkens, Köln.
Sammlung Deutsche Bank (1994 vom Vorgenannten erworben).
1961
Ohne Titel. 1994.
Öl auf Leinwand.
Verso auf der Leinwand signiert, datiert und mit einem Richtungspfeil versehen. 163 x 243 cm (64,1 x 95,6 in). [AW].
• Großartige und monumentale Abstraktion aus dem Jahrzehnt ihres Durchbruchs.
• Zuletzt werden Arbeiten Katharina Grosses in großen Einzelausstellungen u.a. in der Staatsgalerie Stuttgart, in den Hamburger Deichtorhallen und in der Wiener Albertina gewürdigt.
• Zum ersten Mal auf dem internationalen Auktionsmarkt angeboten.
• Aus der Sammlung Deutsche Bank.
Die Arbeit ist unter der Werknummer "1994/1032L" im Studio Katharina Grosse verzeichnet. Wir danken der Wunderblock Stiftung (Archiv Katharina Grosse) für die freundliche Auskunft.
PROVENIENZ: Galerie Maria Wilkens, Köln.
Sammlung Deutsche Bank (1994 vom Vorgenannten erworben).
Katharina Grosse zählt zu den bedeutendsten Malerinnen der internationalen abstrakten Gegenwartskunst. Ihre frühen künstlerischen Ansätze wurzeln im Neoexpressionismus der sogenannten "Jungen Wilden". Bereits ab Mitte der 1980er Jahre löst sich Grosse jedoch zunehmend von der Figuration. Auf eine Phase kraftvoller, von intensiven Pigmentflecken geprägter Bilder folgen in der ersten Hälfte der 1990er Jahre lasierend aufgebaute Farbkompositionen. Breite, entlang der Bildachsen geführte Pinselstriche prägen diese Werke und lassen insbesondere die großformatigen Arbeiten in die Nähe des amerikanischen Color Field Painting, etwa von Barnett Newman, rücken.
1998 entdeckt Katharina Grosse zudem die Spritzpistole als künstlerisches Werkzeug, das fortan eine zentrale Rolle in ihrer Arbeit einnimmt und von ihr teilweise auch in direktem Bezug zur Architektur eingesetzt wird. Seit der Jahrtausendwende arbeitet sie verstärkt mit parallelen Linien, die – ebenso wie andere Farbspuren und Farbfelder – nicht nur Leinwände, sondern zunehmend auch Objekte überziehen.
Diese Erweiterung der Malerei über den traditionellen Bildträger hinaus und die aktive Einbeziehung des Raumes sind kennzeichnend für viele Arbeiten der Künstlerin. Auf diese Weise lotet Grosse konsequent die Möglichkeiten ungegenständlicher Malerei aus und verwandelt ganze Räume in vielschichtige Farbwelten. Vor diesem Hintergrund erscheint das einzelne Gemälde – so auch das hier vorgestellte frühe Werk – wie ein Fragment eines größeren farblichen Zusammenhangs. Die in einem intensiven Kontrast aufeinander treffenden Farbfelder aus Dunkelblau, kräftigem Rot, Blaugrün und leuchtendem Grasgrün erzeugen durch ihren bewegten, über die Oberfläche fließenden Auftrag den Eindruck, als könnten sich die Farbspuren über die Bildgrenzen hinaus weiter in den Raum ausdehnen. Dieses gedankliche Konzept findet in Grosses späteren, raumgreifenden Arbeiten eine konkrete Umsetzung. Häufig nehmen diese den Charakter ephemerer Interventionen an: Ganze Räume und Objekte werden durch Farbe miteinander verbunden und zu einer neuen, symbiotischen Einheit verschmolzen. Dennoch bleibt auch der klassische Bildträger ein wichtiger Bestandteil ihres Gesamtwerks. Seit 2007 entstehen beispielsweise Leinwände mit erdigen, krustenartigen Oberflächen sowie dynamische, abstrakte Arbeiten auf Papier.
So ist Katharina Grosse seit den 1990er Jahren aus der internationalen Kunstwelt nicht mehr weg zu denken. Weltweit finden Einzelausstellungen statt, die einen umfassenden Überblick über ihr vielfältiges und breidbantiges Œuvre bieten und gleichzeitig zeigen, wie die Ausnahmekünstlerin das Möglichkeitsfeld der Gattung immer wieder sprengt und neu definiert. [AW]
1998 entdeckt Katharina Grosse zudem die Spritzpistole als künstlerisches Werkzeug, das fortan eine zentrale Rolle in ihrer Arbeit einnimmt und von ihr teilweise auch in direktem Bezug zur Architektur eingesetzt wird. Seit der Jahrtausendwende arbeitet sie verstärkt mit parallelen Linien, die – ebenso wie andere Farbspuren und Farbfelder – nicht nur Leinwände, sondern zunehmend auch Objekte überziehen.
Diese Erweiterung der Malerei über den traditionellen Bildträger hinaus und die aktive Einbeziehung des Raumes sind kennzeichnend für viele Arbeiten der Künstlerin. Auf diese Weise lotet Grosse konsequent die Möglichkeiten ungegenständlicher Malerei aus und verwandelt ganze Räume in vielschichtige Farbwelten. Vor diesem Hintergrund erscheint das einzelne Gemälde – so auch das hier vorgestellte frühe Werk – wie ein Fragment eines größeren farblichen Zusammenhangs. Die in einem intensiven Kontrast aufeinander treffenden Farbfelder aus Dunkelblau, kräftigem Rot, Blaugrün und leuchtendem Grasgrün erzeugen durch ihren bewegten, über die Oberfläche fließenden Auftrag den Eindruck, als könnten sich die Farbspuren über die Bildgrenzen hinaus weiter in den Raum ausdehnen. Dieses gedankliche Konzept findet in Grosses späteren, raumgreifenden Arbeiten eine konkrete Umsetzung. Häufig nehmen diese den Charakter ephemerer Interventionen an: Ganze Räume und Objekte werden durch Farbe miteinander verbunden und zu einer neuen, symbiotischen Einheit verschmolzen. Dennoch bleibt auch der klassische Bildträger ein wichtiger Bestandteil ihres Gesamtwerks. Seit 2007 entstehen beispielsweise Leinwände mit erdigen, krustenartigen Oberflächen sowie dynamische, abstrakte Arbeiten auf Papier.
So ist Katharina Grosse seit den 1990er Jahren aus der internationalen Kunstwelt nicht mehr weg zu denken. Weltweit finden Einzelausstellungen statt, die einen umfassenden Überblick über ihr vielfältiges und breidbantiges Œuvre bieten und gleichzeitig zeigen, wie die Ausnahmekünstlerin das Möglichkeitsfeld der Gattung immer wieder sprengt und neu definiert. [AW]
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