Sale: 606 / Evening Sale, June 12. 2026 in Munich → Lot 125001511
125001511
Katharina Grosse
Ohne Titel, 1992.
Oil
Estimate:
€ 100,000 - 150,000
$ 116,000 - 174,000
Information on buyer's premium, taxation and resale right compensation will be available four weeks before the auction.
125001511
Katharina Grosse
Ohne Titel, 1992.
Oil
Estimate:
€ 100,000 - 150,000
$ 116,000 - 174,000
Information on buyer's premium, taxation and resale right compensation will be available four weeks before the auction.
Katharina Grosse
1961
Ohne Titel. 1992.
Öl auf Nessel.
Verso signiert, bezeichnet "Schmidt-Rottluff" und mit den Adressangaben der Künstlerin, den Maßangeben und Richtungspfeil. 165,5 x 299,5 cm (65,1 x 117,9 in).
• Monumentalwerk aus der frühen, experimentellen Phase, in der Grosse Farbe als autonomes, raumgreifendes Ereignis etabliert.
• Gestische Intensität: Strahlendes Neon-Gelb, durchgebrochen von expressiv gesetzten Blau- und Rotpartien.
• Mit der Referenz auf Schmidt-Rottluff setzt sich Grosse unmittelbar mit der deutschen Kunstgeschichte auseinander.
• Mehrfach publiziert und erstmals auf dem internationalen Auktionsmarkt angeboten.
• Aus der Sammlung Deutsche Bank.
• Gemälde der Künstlerin befinden sich in zahlreichen renommierten internationalen Sammlungen, darunter das Kunsthaus Zürich, das Istanbul Modern, das Centre Pompidou, Paris, und das Museum of Modern Art, New York.
Die Arbeit ist unter der Werknummer "1992/1047L" im Studio Katharina Grosse verzeichnet. Wir danken der Wunderblock Stiftung (Archiv Katharina Grosse) für die freundliche Auskunft.
PROVENIENZ: Galerie Maria Wilkens, Köln.
Sammlung Deutsche Bank, Frankfurt am Main (1994 vom Vorgenannten erworben).
LITERATUR: Susanne Pfleger (Hrsg.), Über die Malerei von Katharina Grosse, in: Kunstpreis Villa Romana Florenz, Premio d'arte tedesco Firenze 1992, Villa Romana, Florenz 1993, S. 36 (m. Abb.).
Lothar Romain, Detlef Bluemler (Hrsg.), Künstler. Kritisches Lexikon der Gegenwartskunst, Katharina Grosse, Ausgabe 66, Heft 9 2. Quartal 2004, München 2004, Nr. 4 (m. Farbabb., S. 4).
Helmut Friedel (Hrsg.), Katharina Grosse, Ausst.-Kat. Stiftung Frieder Burda, Baden-Baden, Köln 2016, Kat.-Nr. 22 (m. ganzs. Farbabb., S. 22).
Sabine Eckmann (Hrsg.), Katharina Grosse. Studio Paintings 1988-2022 Returns, Revisions, Inventions, Ausst.-Kat. Mildred Lane Kemper Art Museum, St. Louis, MO; Kunstmuseum Bern, Schweiz; Kunstmuseum Bonn, St. Louis, Ostfildern-Ruit 2022, Kat.-Nr. 32 (m. ganzs. Farbabb., S. 32).
1961
Ohne Titel. 1992.
Öl auf Nessel.
Verso signiert, bezeichnet "Schmidt-Rottluff" und mit den Adressangaben der Künstlerin, den Maßangeben und Richtungspfeil. 165,5 x 299,5 cm (65,1 x 117,9 in).
• Monumentalwerk aus der frühen, experimentellen Phase, in der Grosse Farbe als autonomes, raumgreifendes Ereignis etabliert.
• Gestische Intensität: Strahlendes Neon-Gelb, durchgebrochen von expressiv gesetzten Blau- und Rotpartien.
• Mit der Referenz auf Schmidt-Rottluff setzt sich Grosse unmittelbar mit der deutschen Kunstgeschichte auseinander.
• Mehrfach publiziert und erstmals auf dem internationalen Auktionsmarkt angeboten.
• Aus der Sammlung Deutsche Bank.
• Gemälde der Künstlerin befinden sich in zahlreichen renommierten internationalen Sammlungen, darunter das Kunsthaus Zürich, das Istanbul Modern, das Centre Pompidou, Paris, und das Museum of Modern Art, New York.
Die Arbeit ist unter der Werknummer "1992/1047L" im Studio Katharina Grosse verzeichnet. Wir danken der Wunderblock Stiftung (Archiv Katharina Grosse) für die freundliche Auskunft.
PROVENIENZ: Galerie Maria Wilkens, Köln.
Sammlung Deutsche Bank, Frankfurt am Main (1994 vom Vorgenannten erworben).
LITERATUR: Susanne Pfleger (Hrsg.), Über die Malerei von Katharina Grosse, in: Kunstpreis Villa Romana Florenz, Premio d'arte tedesco Firenze 1992, Villa Romana, Florenz 1993, S. 36 (m. Abb.).
Lothar Romain, Detlef Bluemler (Hrsg.), Künstler. Kritisches Lexikon der Gegenwartskunst, Katharina Grosse, Ausgabe 66, Heft 9 2. Quartal 2004, München 2004, Nr. 4 (m. Farbabb., S. 4).
Helmut Friedel (Hrsg.), Katharina Grosse, Ausst.-Kat. Stiftung Frieder Burda, Baden-Baden, Köln 2016, Kat.-Nr. 22 (m. ganzs. Farbabb., S. 22).
Sabine Eckmann (Hrsg.), Katharina Grosse. Studio Paintings 1988-2022 Returns, Revisions, Inventions, Ausst.-Kat. Mildred Lane Kemper Art Museum, St. Louis, MO; Kunstmuseum Bern, Schweiz; Kunstmuseum Bonn, St. Louis, Ostfildern-Ruit 2022, Kat.-Nr. 32 (m. ganzs. Farbabb., S. 32).
Das hier angebotene Werk "Ohne Titel" (1992) entsteht in einer frühen, entscheidenden Phase im Schaffen von Katharina Grosse und veranschaulicht eindrucksvoll die Entwicklung ihrer eigenständigen malerischen Sprache. Bereits während ihres Studiums an der Düsseldorfer Kunstakademie, das sie 1990 als Meisterschülerin von Gotthard Graubner abschließt, legt Grosse die konzeptuellen und formalen Grundlagen für ihre spätere, raumgreifende Praxis. Heute ist sie international für ihre monumentalen, mit der Sprühpistole geschaffenen Environments bekannt, die Architektur, Objekte und ganze Landschaften in weitläufige Farbfelder hüllen. Die radikale Erweiterung des Bildraums, die diese Arbeiten kennzeichnet, kündigt sich jedoch bereits in den frühen 1990er Jahren an. Auf einer beeindruckenden Breite von drei Metern demonstriert Grosse mit diesem Gemälde ihre frühe Meisterschaft, Farbe zugleich als Sujet und als Struktur zu entfalten. Mächtige, dynamische Pinselstriche durchziehen die Bildfläche mit nahezu choreografischer Energie und lösen jedes feste kompositorische Zentrum auf. Stattdessen öffnet sich der Bildraum zu einem scheinbar grenzenlosen Feld, in dem die Farben ihre Autonomie behaupten. Es gibt kein Oben, kein Unten, keine Hierarchie, nur Bewegung, Rhythmus und ein stetig wechselndes Zusammenspiel der Nuancen. Die Farbpalette ist zugleich unmittelbar und raffiniert: Leuchtendes Neongelb begegnet kontrastierendem Azurblau und kräftigem Rot, aus deren Überlagerung satte Grüntöne, vibrierendes Orange und gebrannter Ocker hervorgehen. Die Farbschichten überlagern und durchdringen einander, lassen tiefere Töne durchscheinen und erzeugen ein flirrendes Gefühl von räumlicher Tiefe und Unmittelbarkeit. Diese vibrierenden Verschiebungen machen Grosses grundlegenden experimentellen Ansatz deutlich. Wie die Künstlerin selbst erklärt: "My thinking in terms of process started when I began rearranging the color planes in the painting. For instance, I’d paint orange here and blue and green and yellow there, all with a thick brush. Then I’d remove the orange here and the green there, and then use a bricklayer’s trowel to put the two colors back in the opposite places. I kept on doing that with all the colors until the paint got smudgy [...]. The colors kept changing places, and the more they changed, the more the traces of the changes were there. That was the first time I had used such an organized process when painting. It made me start thinking in terms of sequences." (Katharina Grosse im Gespräch mit Sabine Eckmann, 2023, zit. nach: Gagosian Quarterly Summer 2023 Issue). [KA]
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