Schelling, F. W. J. - Eigh. Brief m. U.


1246
Schelling, F. W. J.
Eigh. Brief m. U.
Estimate:
€ 800 / $ 912
Sold:
€ 3,510 / $ 4,001

(incl. surcharge)
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Schelling, Friedrich Wilhelm Joseph, Eigh. Brief m. U.. Philosoph, 1775-1854. Eigh. Brief m. U. München, 5. IV. 1816. 2 S. 4to.
Inniger Dankesbrief an Goethes Urfreund Karl Ludwig von Knebel, der ihm eigene Gedichte zugesandt hatte, wohl seine ein Jahr zuvor erschienene Sammlung kleiner Gedichte. "Euer Hochwohlgebohren werden auch den ziemlich verspäteten Dank für das herrliche Geschenk Ihrer Gedichte, mit dem Sie mich über all mein Verdienst nach Würdigkeit beehrt haben, nicht ungütig aufnehmen. Wie Ihnen schon jeder Sin(n)begabte für diese Sammlung lieblicher Gedichte Dank wissen muß, aus denen der Duft frischer Waldblumen und der Hauch allbelebender und alles heilender Natur weht, wie viel mehr ich, der diese Gabe aus den Händen des Dichters selbst empfangen! Möge Ihrem Genius noch lange vergönnt seyn, der Welt das Bild des goldenen Weltalters, wie es in der Brust des Naturgeweihten Dichters im(m)erfort blüht, zurückzurufen: möge uns (ich erlaube mir diesen Wunsch beyzufügen) früher oder später, aber doch endlich auch Ihr Lucrezius werden! Es wäre ganz meinem Wunsche gemäß, auf die sin(n)reichen Gedanken tiefer einzugehen, welche Ew. Hochwohlgebohren mir mitzutheilen gewürdigt - über Ihre Ansichten des Unendlichen und unser Verhältniß zu demselben. Aber in diesen zarten Gegenständen ist ein solcher Zusammenhang, daß man kaum einen privat berühren kan(n), ohne das Ganze aus sich herzuziehen; wollte ich wagen, auch von dem Meinigen etwas beyzufügen, so fürchte ich, es würde nicht geschehen können ohne Ihre Geduld und die Güte zu mißbrauchen, mit der Sie mich aufgenom(m)en haben ..." - Knebels große Lukrez-Übersetzung erschien nach jahrzehntelanger Arbeit 1821 bei Göschen in Leipzig. - Tinte etw. durchschlagend, am Unterrand mit Bezeichnung von fremder Hand. Seitlich mit kl. Papierstreifen montiert.






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