Lovis Corinth - Das Buch Judith. 1910.


1491
Lovis Corinth
Das Buch Judith. 1910.
Estimate:
€ 1,400 / $ 1,596
Sold:
€ 1,440 / $ 1,641

(incl. surcharge)
1491
Lovis Corinth
Das Buch Judith. 1910.
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Das Buch Judith. Bücher der Bibel in der Übersetzung von M. Luther. Mit 22 farb. (8 ganzseit.) Orig.-Lithographien von L. Corinth. Berlin, Pan-Presse 1910. Schwarzer OLwd. mit goldgepr. Deckeltitel und KGoldschnitt. Folio.
Schwarz L 54. - Rifkind Coll. 425. - Reed 5. - Rodenberg S. 452, 2. - Lang 23. - Feilchenfeld/Brandis 28 B. - 2. Werk der Pan-Presse. - 1 von 250 Exemplaren auf kräftigem Kupferdruckkarton (GA 310). Druck bei Imberg & Lefson, Berlin. - "One can also compare Corinth's version with the exquisite illustrations of the nineties. His creatures are of this world, not dematerialized designs. There is fleshiness and earthiness, not flat aestheticism. Nevertheless, it is a costume play, a cultural charade." (Reed)
" 'Das Buch Judith' ist eines von zwei Büchern der Bibel, die Corinth für die Pan-Presse in Berlin zwischen 1910 und 1911 illustrierte. Das apokryphe Buch schildert die Kriege der Hebräer mit den Assyrern und die Heldentaten einer jungen jüdischen Witwe, Judith, zur Rettung der Israeliten. Verkleidet in bunte Gewänder, gab sich Judith als Verräterin aus und gelangte so vor Holofernes, den Heerführer der Assyrer. Bezaubert von ihrer Schönheit, lud Holofernes Judith in sein Zelt ein mit der Absicht, Judith zu verführen. Als Holofernes jedoch betrunken zusammenbricht, enthauptet Judith den assyrischen General, entkommt und zeigt den Kopf ihrem Volk. Hier stellt Corinth den Anführer der Ammoniter Achior dar, der sich dramatisch Judith zu Füßen wirft: 'Als aber Achior kam und das Haupt des Holofernes erblickte, wurde er von großer Furcht ergriffen, und er fiel mit seinem Angesicht auf die Erde und wurde ohnmächtig.' (Das Buch Judith 13,29) Anders als Künstler vor Corinth, die die Bescheidenheit und Gottesfürchtigkeit der Heldin betonen, konzentriert sich Corinth in seiner Darstellung auf Judiths triumphierende Demonstration des Hauptes ihres Feindes. Corinth bezieht sich auf eine Tradition, die bis zur Renaissance zurückreicht, als Judith als Symbol der Macht der Frauen interpretiert wurde. Die theatralischen Gesten und Gesichtsausdrücke, die Corinth hier wie in allen Illustrationen zum 'Buch Judith' zeichnet, erinnern an Studien seines eigenen Gesichts in Blättern wie 'Selbstbildnisse' ." (B. Butts, in: Lovis Corinth. Kat. München/Berlin 1996. S. 364f.) - Nur stellenw. geringfüg. stockfl., insgesamt sauberes Exemplar. Einbd. leicht berieben und gelockert.






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