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Jacob Grimm
Eigh. Brief an Konrad Hofmann, 1858.
Estimate: € 3,000 / $ 3,510
Jacob Grimm
Sprach- und Literaturwissenschaftler, 1785-1863. Eigenhändiger Brief mit Unterschrift "Jacob Grimm". Berlin. 8. November 1858. 2 S. 22 : 14,5 cm.
Schöner Brief an den bedeutenden Münchner Literaturwissenschaftler Konrad Hofmann (1819-1890).
"Sie haben mir, hochgeehrter freund, diesen sommer einen hübschen, lehrreichen brief aus England hergeschrieben .. Ihre reichhaltigen meldungen, nicht allein über Franzosen, Engländer, sondern auch Baiern wurden von mir neugierig eingenommen. vor allem bewundere ich Ihren ungeheuren fleisz, mit welchem Sie eine masse von hss. [Handschriften] untersucht und abgeschrieben haben, das wird allmählich uns allen zu statten kommen." Das Anerbeiten Hofmanns ihm weitere Exzerpte zu senden, lehnt Grimm dankend ab, "weil für den rest meiner wirksamkeit noch allzuviel des stoffes bereits vor mir liegt, den wie ich wünschte zu verarbeiten mir nicht einmal vergönnt sein wird. von neuauftauchenden entdeckungen ziehen mich also nur die spitzen an und das wovon ich absehen kann, dasz es in meine gerade vorhabende untersuchung eingreift. ich fühle die kette des wörterbuchs auf meinem nacken liegen, und haben Sie sich je mit dergleichen geschäft befaszt, z.b. die neue ausgabe Schmellers reiflich und eingehend überschlagen, so wissen Sie, was alles das auf sich hat." Doch zeigt sich Grimm interessiert, was Hofmann mit dem Material machen wolle. Er weist auch auf Adolf Eberts im Oktober erstmals erschienenes Jahrbuch für romantische und englische Literatur hin, das wohl manches aufnehmen könnte. Weiter möchte Grimm wissen, ob die nach München gebrachte Kolmarer Liederhandschrift irgend etwas wichtiges enthält, "es herauszubringen und mitzutheilen gebührt Ihnen gleichfalls".
- ZUSTAND: Gelocht. - PROVENIENZ: Aus einer bedeutenden französischen Privatsammlung.
Fine letter to the eminent Munich literary scholar Konrad Hofmann (1819-1890). Autograph letter signed. 2 pp. 22 : 14,5 cm. - Punched. Significant French private collection.
Sprach- und Literaturwissenschaftler, 1785-1863. Eigenhändiger Brief mit Unterschrift "Jacob Grimm". Berlin. 8. November 1858. 2 S. 22 : 14,5 cm.
Schöner Brief an den bedeutenden Münchner Literaturwissenschaftler Konrad Hofmann (1819-1890).
"Sie haben mir, hochgeehrter freund, diesen sommer einen hübschen, lehrreichen brief aus England hergeschrieben .. Ihre reichhaltigen meldungen, nicht allein über Franzosen, Engländer, sondern auch Baiern wurden von mir neugierig eingenommen. vor allem bewundere ich Ihren ungeheuren fleisz, mit welchem Sie eine masse von hss. [Handschriften] untersucht und abgeschrieben haben, das wird allmählich uns allen zu statten kommen." Das Anerbeiten Hofmanns ihm weitere Exzerpte zu senden, lehnt Grimm dankend ab, "weil für den rest meiner wirksamkeit noch allzuviel des stoffes bereits vor mir liegt, den wie ich wünschte zu verarbeiten mir nicht einmal vergönnt sein wird. von neuauftauchenden entdeckungen ziehen mich also nur die spitzen an und das wovon ich absehen kann, dasz es in meine gerade vorhabende untersuchung eingreift. ich fühle die kette des wörterbuchs auf meinem nacken liegen, und haben Sie sich je mit dergleichen geschäft befaszt, z.b. die neue ausgabe Schmellers reiflich und eingehend überschlagen, so wissen Sie, was alles das auf sich hat." Doch zeigt sich Grimm interessiert, was Hofmann mit dem Material machen wolle. Er weist auch auf Adolf Eberts im Oktober erstmals erschienenes Jahrbuch für romantische und englische Literatur hin, das wohl manches aufnehmen könnte. Weiter möchte Grimm wissen, ob die nach München gebrachte Kolmarer Liederhandschrift irgend etwas wichtiges enthält, "es herauszubringen und mitzutheilen gebührt Ihnen gleichfalls".
- ZUSTAND: Gelocht. - PROVENIENZ: Aus einer bedeutenden französischen Privatsammlung.
Fine letter to the eminent Munich literary scholar Konrad Hofmann (1819-1890). Autograph letter signed. 2 pp. 22 : 14,5 cm. - Punched. Significant French private collection.
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