425000845
Else Lasker-Schüler
Eigh. Brief an Fritz Engel, 1912.
Estimate: € 1,500 / $ 1,740
Information on buyer's premium, taxation and resale right compensation will be available four weeks before the auction.
425000845
Else Lasker-Schüler
Eigh. Brief an Fritz Engel, 1912.
Estimate: € 1,500 / $ 1,740
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Else Lasker-Schüler
Dichterin und Zeichnerin, 1869-1945. Eigenhändiger Brief mit Unterschrift und zwei Orig.-Federzeichnungen. Berlin,"Humboldtstr. 13 II.. bei Enderlein" [Ende 1912]. 4 S. (auf Doppelbogen), mit eigh. Adresse. 17,5 : 11,5 cm.

Dankesbrief an Fritz Engel, Theaterkritiker des Berliner Tageblatts. Mit 2 kleinen Orig.-Zeichnungen.

Lasker-Schüler dankt dem Journalisten ausführlich und schreibt über ihre derzeitige Verfassung: ".. Die Fürstin ist hier und wird vielleicht selbst zu Frau Mosse gehn. Ich bin so herunter vom Kampf, ich kann nicht mehr. Ich habe erzählt wie sehr nett Sie und Herr Paul Bloch zu mir sind, aber ich glaube doch, daß die Leser, viele Leser gerade vom Berliner Tageblatt doch von Kunst verstehn. Damals als mein St. Peter Hille-essay im Zeitgeist stand .. - bekam ich geradezu reizende Briefe und Karten - Wie persönlich war doch der Essay. Natürlich kann ich nicht anders schreiben wie meine Feder gewachsen ist, wie mein Puls geht; (er geht schnell und sicher, rennt sogar oft.) Wär ich nur wieder gesund und hätte keine Herzbeschwerden mehr. Ich will ja viel lieber verdienen als Räuber sein .. Und was meinen Sie zu St. Peter Hilles Briefen an mich? die sind merkwürdig? Aber wie Sie meinen! Ich hoffe Sie haben mein neues Buch, mein Herz bekommen? Die norw. ! Briefe? Gern möchte ich Briefe schreiben fürs Berliner Tageblatt. Ich hab mich noch lang nicht ausgesprochen, meine Schwärmerei hört nie auf und das geht so nett. Und die Leute schrieben immer wenn ich nicht schriebe, der Prinz von Theben soll weiter schreiben. So ein armer, schäbiger Prinz von Theben, nicht? .."
Über dem Brief mit eigenhändiger Federzeichnung einer Stadtsilhouette, bezeichnet "Theben", am Ende des Briefe mit einem kleinen Herz, darin ein Mond und ein Stern. Über der Stadtsilhouette mit schwachem Sammlervermerk in Rot- und Blau: "Lasker-Schüler".
Else Lasker-Schüler hatte Anfang 1912 ein Zimmer in der Humboldtstraße 13 in Berlin-Grunewald bezogen. Seit ihrer Trennung von Herwarth Walden (geschieden wurde die Ehe am 1.XI.1912) war die Dichterin dringend auf Einkünfte angewiesen; Anfang 1913 veröffentlichte Karl Kraus in der Fackel einen Spendenaufruf, um ihre materielle Not zu lindern. - Die zwischen September 1911 und Februar 1912 im Sturm gedruckten Briefe nach Norwegen erschienen im Herbst 1912 in Buchform unter dem Titel Mein Herz. Ein Liebesroman mit Bildern und wirklich lebenden Menschen.

- PROVENIENZ: Seit 2013 in französ. Privatbesitz.

A thank-you letter to Fritz Engel, theater critic for the "Berliner Tageblatt", with two small original pen-and-ink drawings. Autograph letter with signature. Berlin, Humboldtstr. 13 II, at Enderlein's, late 1912. 4 pages (on a double sheet) with sender's adress. 17.5 : 11.5 cm.






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