Sale: 604 / Rare Books, May 18. 2026 in Hamburg → Lot 426000006
426000006
Albrecht Dürer
Marter der Zehntausend von Nikomedien, um 1560-1580.
Woodcut
Estimate: € 2,400 / $ 2,784
Information on buyer's premium, taxation and resale right compensation will be available four weeks before the auction.
426000006
Albrecht Dürer
Marter der Zehntausend von Nikomedien, um 1560-1580.
Woodcut
Estimate: € 2,400 / $ 2,784
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Albrecht Dürer
Die Marter der Zehntausend. Orig.-Holzschnitt. Im Stock monogrammiert. Um 1560-1580. Auf dickerem Bütten mit dem Wasserzeichen "Augsburger Becher" (Meder 180). 39 : 28,5 cm. Papierformat 40 : 29,7 cm.
Einer der figurenreichsten Holzschnitte Dürers. Mit gleichmäßigem schmalen Rand um die volle Einfassungslinie.
Dürers Holzschnitt nimmt Bezug auf die Legende von der Bekehrung eines römischen Söldnerheeres zum Christentum. In einer unglaublichen Fülle zeigt das Blatt die Folter unzähliger meist nur spärlich bekleideter Menschen. Sie sind wie verwoben mit der kargen, bergigen Landschaft. Das Blatt beeindruckt durch seinen Szenenreichtum und die abwechslungsreiche Gestaltung der Anatomien. Es löst sich bei genauerer Betrachtung in mehrere Einzelszenen auf, die verschiedene Arten des Martyriums zeigen. "Mit Recht ist darauf verwiesen worden, daß in der abwechslungsreichen Gestaltung der Anatomien Dürers frühe Proportionsstudien Niederschlag finden "(Schoch/Mende/Sch.). Einem im Vordergrund am Boden liegenden Bischof wird mit einem Zimmermannsbohrer ein Auge ausgedreht, während hinter ihm geköpfte verstümmelte Körper in teils verdrehten Positionen zu sehen sind. Dürer greift das Thema der Marter der Zehntausend auch in einem Gemälde auf, das er im Auftrag des sächsischen Kurfürsten Friedrich III. 1508 anfertigte.
- ZUSTAND: Besonders im Randbereich etw. fleckig. Umrisse der vorderen Figuren rückseitig mit kl. Nadelspuren nachgearbeitet (zur Erstellung einer Kopie der Figurengruppe?), recto diese nicht sichtbar. Randbereich rückseitig mit feinem Japanpapier verstärkt, dadurch 5 Randrisse geschlossen und hinterlegt.
LITERATUR: Meder 218 c-d (von g). - Schoch/Mende/Scherbaum 104 c-d (von g). - Bartsch 117.
One of Dürer's most densely populated woodcuts. With a narrow border around the entire frame. Orig. woodcut. Monogr. in the block. Ca. 1560-1580. On thick laid paper with the watermark "Augsburger Becher" (Meder 180). 39 : 28.5 cm. Paper size 40 : 29.7 cm. - Some foxing, especially in the margins. The outlines of the figures in the foreground have been reworked on the reverse with small pin marks (perhaps to create a copy of the group of figures?), these are not visible on the front. The margins on the reverse have been reinforced with fine Japanese paper, thereby closing and backing five tears at the edges.
Die Marter der Zehntausend. Orig.-Holzschnitt. Im Stock monogrammiert. Um 1560-1580. Auf dickerem Bütten mit dem Wasserzeichen "Augsburger Becher" (Meder 180). 39 : 28,5 cm. Papierformat 40 : 29,7 cm.
Einer der figurenreichsten Holzschnitte Dürers. Mit gleichmäßigem schmalen Rand um die volle Einfassungslinie.
Dürers Holzschnitt nimmt Bezug auf die Legende von der Bekehrung eines römischen Söldnerheeres zum Christentum. In einer unglaublichen Fülle zeigt das Blatt die Folter unzähliger meist nur spärlich bekleideter Menschen. Sie sind wie verwoben mit der kargen, bergigen Landschaft. Das Blatt beeindruckt durch seinen Szenenreichtum und die abwechslungsreiche Gestaltung der Anatomien. Es löst sich bei genauerer Betrachtung in mehrere Einzelszenen auf, die verschiedene Arten des Martyriums zeigen. "Mit Recht ist darauf verwiesen worden, daß in der abwechslungsreichen Gestaltung der Anatomien Dürers frühe Proportionsstudien Niederschlag finden "(Schoch/Mende/Sch.). Einem im Vordergrund am Boden liegenden Bischof wird mit einem Zimmermannsbohrer ein Auge ausgedreht, während hinter ihm geköpfte verstümmelte Körper in teils verdrehten Positionen zu sehen sind. Dürer greift das Thema der Marter der Zehntausend auch in einem Gemälde auf, das er im Auftrag des sächsischen Kurfürsten Friedrich III. 1508 anfertigte.
- ZUSTAND: Besonders im Randbereich etw. fleckig. Umrisse der vorderen Figuren rückseitig mit kl. Nadelspuren nachgearbeitet (zur Erstellung einer Kopie der Figurengruppe?), recto diese nicht sichtbar. Randbereich rückseitig mit feinem Japanpapier verstärkt, dadurch 5 Randrisse geschlossen und hinterlegt.
LITERATUR: Meder 218 c-d (von g). - Schoch/Mende/Scherbaum 104 c-d (von g). - Bartsch 117.
One of Dürer's most densely populated woodcuts. With a narrow border around the entire frame. Orig. woodcut. Monogr. in the block. Ca. 1560-1580. On thick laid paper with the watermark "Augsburger Becher" (Meder 180). 39 : 28.5 cm. Paper size 40 : 29.7 cm. - Some foxing, especially in the margins. The outlines of the figures in the foreground have been reworked on the reverse with small pin marks (perhaps to create a copy of the group of figures?), these are not visible on the front. The margins on the reverse have been reinforced with fine Japanese paper, thereby closing and backing five tears at the edges.
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