Sale: 610 / Rare Books, Nov. 23. 2026 in Hamburg → Lot 426000447

426000447
Henricus Stephanus
Thesaurus Graecae linguae. 4 Wappen-Bände, 1572.
Estimate: € 12,000 / $ 13,920
Information on buyer's premium, taxation and resale right compensation will be available four weeks before the auction.
426000447
Henricus Stephanus
Thesaurus Graecae linguae. 4 Wappen-Bände, 1572.
Estimate: € 12,000 / $ 13,920
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Hauptwerk der Gräzistik aus der Bibliothek Julius Echters von Mespelbrunn
Henri Estienne
Thesaurus Graecae linguae. 5 Teile in 4 Bänden. Genf, H. Estienne 1572.
• Erste Ausgabe von Henri Estiennes philologischem magnum opus
• Epochemachendes Monumentallexikon und bis heute Grundlagenwerk der Gräzistik
• Bedeutendes fürstbischöfliches Exemplar aus der berühmten Bibliothek des Julius Echter von Mespelbrunn
• Meisterhafte Prägebände des Würzburger Hofbuchbinders Jakob Preisger mit farbig staffiertem Supralibros
Erste Ausgabe des monumentalen Wörterbuchs und unbestrittener Höhepunkt in Henri Estiennes Laufbahn sowohl als klassischer Philologe wie auch als Typograph und Verleger. Angelehnt an den wegweisenden Thesaurus Latinae linguae seines Vaters Robert Estienne konzipiert, schuf Henri Estienne mit dieser gewaltigen lexikographischen Leistung das bis heute maßgebliche und unverzichtbare Standardwerk zur griechischen Sprache. Das editorische Großunternehmen bedeutete für Estienne jedoch trotz des überwältigenden wissenschaftlichen Triumphes den finanziellen Ruin.
Vorliegendes Exemplar stammt aus der hochberühmten Hofbibliothek des Würzburger Fürstbischofs Julius Echter von Mespelbrunn (1545-1617), einer der bedeutendsten Büchersammler und Mäzene der Spätrenaissance. Die meisterhaften Einbände fertigte Echters Hofbuchbinder Jakob Preisger an, dessen Rollenstempel das ligierte Monogramm "IP" aufweisen. Für Echters Bände wurde typischerweise weißes Schweinsleder gewählt, um dem charakteristischen, leuchtend rot und blau handbemalten fürstbischöflichen Wappensupralibros größtmögliche Strahlkraft zu verleihen. Vollendet wird das fürstliche Ensemble durch den zeitgenössisch vergoldeten und punzierten Vorderschnitt mit Werktitel, Eignerbezeichnung und der Jahreszahl 1573, dem Antrittsjahr Echters als Fürstbischof.
"Bei der Einnahme Würzburgs durch die Schweden (1631) wurde die Hofbibliothek geplündert, Julius Echters Bibliothek über ganz Europa verstreut. So befinden sich heute etwa 1200 seiner Bände in Schweden, 160 in Cambridge, in der Universitätsbibliothek Würzburg nur noch 31." (von Arnim, S. 62)
EINBAND: Zeitgenössische blindgeprägte Schweinslederbände über Holzdeckel aus der Werkstatt des Würzburger Hofbuchbinders Jakob Preisger (sign. "IP" in der figürlichen Rollenbordüre). Deckel über Stegteilung mit filetenbegrenztem Rollenwerk kassettiert. Vorderdeckel jeweils mit dem blindgeprägten und von Hand farbig (rot und blau) staffierten Wappensupralibros des Fürstbischofs Julius Echter von Mespelbrunn. Dreiseitig geglätteter Schnitt mit Spuren des goldgeprägten Titels, des Besitzereintrags sowie der Datierung "1573" auf dem Vorderschnitt. Folio. 36,5 : 23 cm. - ZUSTAND: Durchgeh. gleichmäßig leicht gebräunt, anfangs tls. etw. fleckig; Titelblatt des ersten Bandes mit restaur. Einriß, Innendeckel mit lateinischer Würdigung Estiennes von alter Hand. Einbände leicht fleckig, Kanten berieben und Ecken etw. bestoßen, die originale Blau- und Rotbemalung des Supralibros meist abgerieben, Messing-Schließen unvollständig. Insgesamt guterhaltenes Exemplar dieser monumentalen Edition. - PROVENIENZ: Aus der Hofbibliothek des Julius Echter von Mespelbrunn (1545-1617), Fürstbischof von Würzburg und Herzog zu Franken, mit seinem gemalten Wappensupralibros auf den Vorderdeckeln sowie dem datierten Besitztitel von 1573 auf dem Vorderschnitt. - Erster Band mit Namenseintrag von Christoph Dahl (1758-1809), Gräzist und Rektor der Universität Uppsala.
LITERATUR: Adams S 1790. - Renouard 135.3. - Schreiber 181. - Zum Einband: Manfred von Arnim, Europäische Einbandkunst aus sechs Jahrhunderten , S. 62. - Vgl. auch G. A. E. Bogeng, Die großen Bibliophilen , Bd. I, S. 243.
First edition of Henri Estienne’s philological magnum opus. Monumental lexicon and to this day an unsurpassed fundamental reference work of Greek philology. Important prince-episcopal copy from the celebrated library of Julius Echter von Mespelbrunn. Masterful blind-tooled pigskin bindings by Würzburg court bookbinder Jakob Preisger with supralibros and the characteristic gilt-lettered and dated fore-edge inscription dated 1573. 5 parts in 4 volumes. - Slight even browning throughout, partly lightly stained at the beginning. Title page of the first vol. with a repaired tear, pastedown with early appreciation of Estienne in Latin. Bindings slightly stained, edges rubbed and somewhat bumped; the original red and blue hand-coloring of the supralibros rubbed away, clasps incomplete. Altogether good and unsophisticated copy of this milestone in classical Greek studies.
Henri Estienne
Thesaurus Graecae linguae. 5 Teile in 4 Bänden. Genf, H. Estienne 1572.
• Erste Ausgabe von Henri Estiennes philologischem magnum opus
• Epochemachendes Monumentallexikon und bis heute Grundlagenwerk der Gräzistik
• Bedeutendes fürstbischöfliches Exemplar aus der berühmten Bibliothek des Julius Echter von Mespelbrunn
• Meisterhafte Prägebände des Würzburger Hofbuchbinders Jakob Preisger mit farbig staffiertem Supralibros
Erste Ausgabe des monumentalen Wörterbuchs und unbestrittener Höhepunkt in Henri Estiennes Laufbahn sowohl als klassischer Philologe wie auch als Typograph und Verleger. Angelehnt an den wegweisenden Thesaurus Latinae linguae seines Vaters Robert Estienne konzipiert, schuf Henri Estienne mit dieser gewaltigen lexikographischen Leistung das bis heute maßgebliche und unverzichtbare Standardwerk zur griechischen Sprache. Das editorische Großunternehmen bedeutete für Estienne jedoch trotz des überwältigenden wissenschaftlichen Triumphes den finanziellen Ruin.
Vorliegendes Exemplar stammt aus der hochberühmten Hofbibliothek des Würzburger Fürstbischofs Julius Echter von Mespelbrunn (1545-1617), einer der bedeutendsten Büchersammler und Mäzene der Spätrenaissance. Die meisterhaften Einbände fertigte Echters Hofbuchbinder Jakob Preisger an, dessen Rollenstempel das ligierte Monogramm "IP" aufweisen. Für Echters Bände wurde typischerweise weißes Schweinsleder gewählt, um dem charakteristischen, leuchtend rot und blau handbemalten fürstbischöflichen Wappensupralibros größtmögliche Strahlkraft zu verleihen. Vollendet wird das fürstliche Ensemble durch den zeitgenössisch vergoldeten und punzierten Vorderschnitt mit Werktitel, Eignerbezeichnung und der Jahreszahl 1573, dem Antrittsjahr Echters als Fürstbischof.
"Bei der Einnahme Würzburgs durch die Schweden (1631) wurde die Hofbibliothek geplündert, Julius Echters Bibliothek über ganz Europa verstreut. So befinden sich heute etwa 1200 seiner Bände in Schweden, 160 in Cambridge, in der Universitätsbibliothek Würzburg nur noch 31." (von Arnim, S. 62)
EINBAND: Zeitgenössische blindgeprägte Schweinslederbände über Holzdeckel aus der Werkstatt des Würzburger Hofbuchbinders Jakob Preisger (sign. "IP" in der figürlichen Rollenbordüre). Deckel über Stegteilung mit filetenbegrenztem Rollenwerk kassettiert. Vorderdeckel jeweils mit dem blindgeprägten und von Hand farbig (rot und blau) staffierten Wappensupralibros des Fürstbischofs Julius Echter von Mespelbrunn. Dreiseitig geglätteter Schnitt mit Spuren des goldgeprägten Titels, des Besitzereintrags sowie der Datierung "1573" auf dem Vorderschnitt. Folio. 36,5 : 23 cm. - ZUSTAND: Durchgeh. gleichmäßig leicht gebräunt, anfangs tls. etw. fleckig; Titelblatt des ersten Bandes mit restaur. Einriß, Innendeckel mit lateinischer Würdigung Estiennes von alter Hand. Einbände leicht fleckig, Kanten berieben und Ecken etw. bestoßen, die originale Blau- und Rotbemalung des Supralibros meist abgerieben, Messing-Schließen unvollständig. Insgesamt guterhaltenes Exemplar dieser monumentalen Edition. - PROVENIENZ: Aus der Hofbibliothek des Julius Echter von Mespelbrunn (1545-1617), Fürstbischof von Würzburg und Herzog zu Franken, mit seinem gemalten Wappensupralibros auf den Vorderdeckeln sowie dem datierten Besitztitel von 1573 auf dem Vorderschnitt. - Erster Band mit Namenseintrag von Christoph Dahl (1758-1809), Gräzist und Rektor der Universität Uppsala.
LITERATUR: Adams S 1790. - Renouard 135.3. - Schreiber 181. - Zum Einband: Manfred von Arnim, Europäische Einbandkunst aus sechs Jahrhunderten , S. 62. - Vgl. auch G. A. E. Bogeng, Die großen Bibliophilen , Bd. I, S. 243.
First edition of Henri Estienne’s philological magnum opus. Monumental lexicon and to this day an unsurpassed fundamental reference work of Greek philology. Important prince-episcopal copy from the celebrated library of Julius Echter von Mespelbrunn. Masterful blind-tooled pigskin bindings by Würzburg court bookbinder Jakob Preisger with supralibros and the characteristic gilt-lettered and dated fore-edge inscription dated 1573. 5 parts in 4 volumes. - Slight even browning throughout, partly lightly stained at the beginning. Title page of the first vol. with a repaired tear, pastedown with early appreciation of Estienne in Latin. Bindings slightly stained, edges rubbed and somewhat bumped; the original red and blue hand-coloring of the supralibros rubbed away, clasps incomplete. Altogether good and unsophisticated copy of this milestone in classical Greek studies.
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