126001074
Lyonel Feininger
Lobbe auf Rügen, 1907.
Oil on cardboard
Estimate:
€ 20,000 - 30,000

 
$ 22,400 - 33,600

Information on buyer's premium, taxation and resale right compensation will be available four weeks before the auction.
126001074
Lyonel Feininger
Lobbe auf Rügen, 1907.
Oil on cardboard
Estimate:
€ 20,000 - 30,000

 
$ 22,400 - 33,600

Information on buyer's premium, taxation and resale right compensation will be available four weeks before the auction.
 

Lyonel Feininger
1871 - 1956

Lobbe auf Rügen. 1907.
Öl auf Malpappe.
Verso betitelt "Lobbe a. Rügen" und datiert "Sept. 28. 07". 35 x 49 cm (13,7 x 19,2 in).

Weitere Werke aus der Sammlung Kropatscheck kommen in unserem Evening Sale am Freitag, den 4. Dezember 2026, in unserer Auktion „Wertvolle Bücher“ am Montag, dem 23. November 2026, sowie in unserem Online Sale vom 15. Januar bis zum 15. Februar 2027 zum Aufruf.

• September 1907 - "Lobbe auf Rügen" zählt zu Feiningers frühesten Ölgemälden.
• Faszination Ostsee – Das Werk steht am Beginn von Feiningers intensiver Auseinandersetzung mit der Ostseelandschaft, die sein späteres Schaffen nachhaltig prägen sollte.
• 2020–2026 als Dauerleihgabe in der renommierten Sammlung der Kunsthalle Hamburg.
• International ausgestellt: Deutschland, USA, Japan
.

PROVENIENZ: Nachlass des Künstlers (Lux Feininger).
Sammlung Fritz Eugen und Hannemarie Kropatscheck, Hamburg (1997 vom Vorgenannten erworben, Grisebach).

AUSSTELLUNG: Lyonel Feininger New York, Acquavella Galleries u. The Phillips Collection, Washington, D.C., 15.10.-20.11.1985, Kat.-Nr. 11 (m. Farbabb.). (Verso mit einem Etikett, hier betitelt "Farmhouse (gray Mood)")
Lyonel Feininger, Karl Schmidt-Rottluff, Erich Heckel - Künstlerfreundschaften, Schleswig-Holsteinisches Landesmuseum, Schloss Gottorf, Schleswig, 1998, Kat.-Nr. 5, Farbabb. S. 142.
Feininger: Frühe Werke und Freunde, Von der Heydt-Museum Wuppertal, 17.9.-19.11.2006, S. 182 (m. Farbabb.), S. 58.
Lyonel Feininger. Retrospective in Japan, Aichi-ken-Bijutsukan / Nagoya, Miyagi-ken-Bijutsukan / Sendai, Miyagi-ken / Yokosuka Museum of Art, Okt. 2008-März 2009, Kat. S. 11, Abb. 1.
Kunsthalle Hamburg (Dauerleihgabe aus der Sammlung Kropatscheck, 2020-2026).

LITERATUR: Archiv Moeller, Lyonel Feininger: The Catalogue Raisonné of Paintings, Nr. 024: https://www.feiningerproject.org/catalogue/entry.php?id=24 (gelesen am: 28.10.2026 16:07).
Hans Hess, Lyonel Feininger. Mit einem Œuvre-Katalog von Julia Feininger, Stuttgart 1959, WVZ-Nr. 19 (m. SW-Abb.).
- -
Grisebach, Berlin, Auktion Selected works, 28.11.1997, Los 22 (m. Farbabb.).

".. mir schweben schon ganz andere Leucht-und-Ton-Werte – andere \ul Übersetzungsmöglichkeiten als bisher vor – aber es ist so fast unmöglich, von der \ul gewohnten Wirklichkeit abzugehen. Das Gesehene \ul muss innerlich \ul umgeformt und crystalisiert werden .."
Lyonel Feiniger in einem Brief an Julia Berg, 29.8.1907, zit.nach: Ines Burdow, Andreas Hüneke (Hrsg.), Sweetheart, es ist alle Tage Sturm. Lyonel Feininger – Briefe an Julia 1905-1935, Berlin 2021, S. 48.

Lyonel Feininger arbeitet zunächst als freier Karikaturist und Illustrator. 1905 lernte er seine spätere Frau Julia Berg während einer Zugfahrt an die Ostsee kennen. Julia sieht ihn nicht nur als Illustrator, sondern erkennt den Maler in ihm. Ihre Beziehung bietet ihm entscheidenden Rückhalt und prägt seine künstlerische Entwicklung nachhaltig. 1906 ziehen die beiden nach Paris, die Kunstmetropole dieser Zeit. Im Jahr darauf entstand hier sein erstes bekanntes Ölgemälde: ein Stillleben.

Den späten Sommer 1907 verbringt Lyonel Feininger in Lobbe auf Rügen und malt hier in der Natur. Mit scharfem Blick analysiert er wahrgenommene Farbwirkungen: „... habe ich eine so ausgesprochene frappante Contourwirkung beobachtet (...) links der Gegenstände waren die Konturen blau, rechts warm grünlich, und dies schien sich absolut vom Gegenstand auf den anliegenden Himmel zu übertragen. (...) Auf die Weise haben nicht nur das Hausdach und die sonstigen, in die Luft ragenden Gegenstände ihre farbigen Kontur, sondern, umgekehrt, auch der Himmel seine Conturen farbig.“ (L. Feininger, Brief an Julia Berg, 25.8.1907, zit. nach: H. Hess, Lyonel Feininger, New York 1959, S. 41f.)

Der Aufenthalt auf Rügen 1907 und Gemälde wie unser „Lobbe auf Rügen“ sind der Ausgangspunkt für eine konzentrierte Auseinanderset-zung mit Form, Farbe und Bildaufbau. Die frühen Rügen-Bilder markieren den Beginn seiner lebenslangen Auseinandersetzung mit der Landschaft und ihrer künstlerischen Transformation. [EH]





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