Hzg. Sachsen-Gotha-Altenburg Emil Leopold August - Ein Jahr in Arkadien. 1805


96
Hzg. Sachsen-Gotha-Altenburg Emil Leopold August
Ein Jahr in Arkadien. 1805
Estimate:
€ 300 / $ 342
Sold:
€ 1,800 / $ 2,052

(incl. surcharge)
96
Hzg. Sachsen-Gotha-Altenburg Emil Leopold August
Ein Jahr in Arkadien. 1805
Estimate:
€ 300 / $ 342
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€ 1,800 / $ 2,052

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[August Emil Leopold, Herzog von Sachsen-Gotha-Altenburg], Ein Jahr in Arkadien. (Nebentitel: Kyllenion, griech.). Mit gest. Frontispiz und 1 Kupfertafel . [Gotha, Privatdruck] 1805. Roter Maroquinband d. Zt. mit aufgelegter figürl. Silberbordüre, Steh- und Innenkantenfileten, schwarzen Seidenvorsätzen sowie Ganzgoldschnitt. 8vo. 1 Bl., 124 S., 1 Bl.

Goedeke V, 472, 9, 1. - Hayn/Got. III, 375. - Wolfstieg 41633. - Erste Ausgabe des ungewöhnlichen Werkes , eine Art bukolische Utopie, in der die freie und auch homoerotische Liebe geschildert wird. "Das sonderbare Werk sollte, im Gegensatz zu Gessners unwahren, arkadischen Idyllen, ächtes griechisches Leben darstellen, und behandelt namentlich die Liebe more Graecorum " (Hayn/Got.).
Der in einer jakobinerfreundlichen Umgebung aufgewachsene Herzog August (1772-1822) war zeitlebens ein glühender Verehrer Napoleons und wurde von diesem mehrere Male in Gotha besucht. Er selbst war eine dezidiert nicht-napoleonische Persönlichkeit mit feminin-pazifistischen Zügen, trug gelegentlich Frauenkleider und ließ sich von seinen Vertrauten "Emilie" nennen. Seine Vorliebe für provozierende und schockierende Auftritte waren bekannt. Goethe schrieb über ihn: "Ich habe mich nicht über ihn zu beklagen, aber es war immer ängstlich eine Einladung zu seiner Tafel anzunehmen, weil man nicht voraussehen konnte, welchen der Ehrengäste er schonungslos zu behandeln zufällig geneigt sein möchte". Man schätzte ihn aber auch als Mäzen und Kunstsammler, er führte einen regen Briefwechsel mit Jean Paul, Madame de Staël und Bettina von Arnim, und Carl Maria von Weber, dessen Schulden er beglich, vertonte einige der Gedichte aus dem vorliegenden Werk.
Vereinz. leicht fleckig, Frontisp. seitl. knapp beschnitten. RDeckel mit kl. Kratzspur, Silberbordüre auf den Deckeln oxydiert und am Rücken größtenteils abgesplittert. Insges. jedoch gutes Exemplar auf breitrandigem Vélinpapier in einem dekorativen Ledereinband.

First edition of the unusual work. With engr. frontispiece and 1 copperplate. Contemp. red morocco with applied figurative silver border, gilt inside border, black silk endpapers as well as gilt edges. - Slightly stained in places, frontispiece cropped close at side. Rear board with small scratch, silver border on boards slightly oxidized and cracked on spine. All in all fine copy on broad-margined wove paper in a decorative calf binding.







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