- Maschinegeschr. Brief an Fr. Roh m. eigh. Korrekturen u. U.


1422
Moholy-Nagy
Maschinegeschr. Brief an Fr. Roh m. eigh. Korrekturen u. U.
Estimate:
€ 1,400 / $ 1,596
Sold:
€ 1,495 / $ 1,704

(incl. surcharge)
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Moholy-Nagy, Lázló, Maler, Graphiker, Objektkünstler, Fotograf und Filmemacher, 1895-1946. Masch. Brief m. U. und eigh. Korrekturen. Berlin, 2. XI. 1930. 1 1/2 S. 4to.
An den Kunstschriftsteller Franz Roh (1890-1965). Inhaltsreiches Begleitschreiben zu einer Sendung mit Materialien zu Rohs Monographie über Moholy-Nagy, die noch im gleichen Jahr erschien. "... ich würde sie bitten, bei der behandlung meiner arbeit auch das zu erwähnen, was mein steckenpferd ist, nämlich, aus den vielen einzeldisziplinen des optischen, der optischen gestaltung wird man nicht wieder eine grosse einheit des 'bildes' syntetisch herstellen können; aber es ist möglich, dass man wieder gemeinsame gesichtspunkte aller optischen gestaltungen findet. (z. b. lichtgestaltung oder flächenordnung; oder principiell: elementares vorgehen). meine persönliche arbeit in der verdächtig erscheinenden vielfalt strebt dahin. - ich konnte jahrelang mich nicht entschliessen zu malen (1926-30). wenn während dieser zeit auch einzelne bilder entstanden sind, das geschah im kampfe mit dem bewusstsein, dass man im grunde nur mit der mechanischen erweiterung der techniken weiterkäme. (daher die einführung der polierten materialen ...) in diesem jahr ist es mir gelungen - nachdem ich vorproben in 'hoffmanns erzählungen' und in 'kauffmann von berlin' auf der bühne dazu machte - auf der pariser ausstellung des werkbundes ein elektrisches lichtspiel zu realisieren ..." - Er bedauert, daß er sich wegen "periferischer arbeiten" nicht weiter der Malerei widmen könne und hofft, daß Roh ihn auch als Maler in dem Buch berücksichtigen werde. - "das gleichfalls beigelegte palucca-Material nicht ganz vollständig; fimaufnahmen, die ihre tänze als kleine blätterbare reproduktionen am rande des buches in bewegung zeigen, müssten klischiert werden ... - meiner ansicht nach müsste dies buch mehr sein als eine biografie. es müsste volkstümlich sein und billig, (an tanzabenden verkaufbar) doch müsste es die bewegungs- und raumzeit-grundlagen des tanzes und seinen zusammenhang mit unseren lebensvorgängen klären ..." - Am Ende die persönliche Bemerkung, daß er augenblicklich "sehr in depressionszuständen" lebe, "freunde könnte ich gut gebrauchen". - Mit gedrucktem Briefkopf. - Geringfüg. stockfleckig. - Beilieg. Fotokopien von Briefen und Postkarten an Mela Escherich.







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