Sale: 606 / Evening Sale, June 12. 2026 in Munich → Lot 126000110
126000110
Günther Förg
Rivoli, 1989.
Acrylic on canvas
Estimate:
€ 150,000 - 200,000
$ 174,000 - 232,000
Information on buyer's premium, taxation and resale right compensation will be available four weeks before the auction.
126000110
Günther Förg
Rivoli, 1989.
Acrylic on canvas
Estimate:
€ 150,000 - 200,000
$ 174,000 - 232,000
Information on buyer's premium, taxation and resale right compensation will be available four weeks before the auction.
Günther Förg
1952 - 2013
Rivoli. 1989.
Acryl auf Leinwand.
Verso auf der Leinwand signiert, datiert und betitelt. 220 x 140 cm (86,6 x 55,1 in). [AW].
• Monumentales Beispiel für die energievollen Leinwände Günther Förgs.
• Bisher wurden nur drei Arbeiten aus dieser Werkreihe auf dem internationalen Auktionsmarkt angeboten (Quelle: artprice.com).
• Entstanden für die Ausstellung im Castello di Rivoli Museo d'Arte Contemporanea 1989 in Rivoli-Turin.
• Aktuell sind Arbeiten Günther Förgs in der Fondation Beyeler in Riehen sowie in einer Einzelausstellung im Neuen Museum Nürnberg zu sehen.
Das Werk ist im Archiv Günther Förg unter der Nummer WVF.89.B.0229 registriert. Wir danken Herrn Michael Neff vom Estate Günther Förg für die freundliche Bestätigung der Authentizität dieser Arbeit.
PROVENIENZ: Greene Naftali Gallery, New York (verso auf dem Keilrahmen mit dem Galerieetikett).
Privatsammlung Großbritannien (2014 vom Vorgenannten erworben).
AUSSTELLUNG: Domenico Bianchi. Alan Charlton. Günther Förg. Barbara Kruger. Toon Verhoef, Castello di Rivoli Museo d'Arte Contemporanea, Rivoli-Turin, 6.10.-3.12.1989.
LITERATUR: Bruno Corà, Günther Förg: multiple forms in the transformation of space, in: R. Fuchs, J. Gachnang, C. Mundici, Domenico Bianchi. Alan Charlton. Günther Förg. Barbara Kruger. Toon Verhoef, Rivoli-Turin 1989, o.S.
1952 - 2013
Rivoli. 1989.
Acryl auf Leinwand.
Verso auf der Leinwand signiert, datiert und betitelt. 220 x 140 cm (86,6 x 55,1 in). [AW].
• Monumentales Beispiel für die energievollen Leinwände Günther Förgs.
• Bisher wurden nur drei Arbeiten aus dieser Werkreihe auf dem internationalen Auktionsmarkt angeboten (Quelle: artprice.com).
• Entstanden für die Ausstellung im Castello di Rivoli Museo d'Arte Contemporanea 1989 in Rivoli-Turin.
• Aktuell sind Arbeiten Günther Förgs in der Fondation Beyeler in Riehen sowie in einer Einzelausstellung im Neuen Museum Nürnberg zu sehen.
Das Werk ist im Archiv Günther Förg unter der Nummer WVF.89.B.0229 registriert. Wir danken Herrn Michael Neff vom Estate Günther Förg für die freundliche Bestätigung der Authentizität dieser Arbeit.
PROVENIENZ: Greene Naftali Gallery, New York (verso auf dem Keilrahmen mit dem Galerieetikett).
Privatsammlung Großbritannien (2014 vom Vorgenannten erworben).
AUSSTELLUNG: Domenico Bianchi. Alan Charlton. Günther Förg. Barbara Kruger. Toon Verhoef, Castello di Rivoli Museo d'Arte Contemporanea, Rivoli-Turin, 6.10.-3.12.1989.
LITERATUR: Bruno Corà, Günther Förg: multiple forms in the transformation of space, in: R. Fuchs, J. Gachnang, C. Mundici, Domenico Bianchi. Alan Charlton. Günther Förg. Barbara Kruger. Toon Verhoef, Rivoli-Turin 1989, o.S.
Günther Förgs vielseitiges künstlerisches Werk entzieht sich durch seine anhaltende Neugier und seinen Mut zum Experiment jeder festen Einordnung. Neben der Malerei umfasst das Schaffen des 1952 in Füssen geborenen Künstlers auch Fotografie, Skulptur, Zeichnung sowie Arbeiten im öffentlichen Raum. Während seines Studiums an der Münchner Akademie der Bildenden Künste widmet sich Förg zunächst intensiv der Malerei, bevor er sich in den frühen 1980er‑Jahren verstärkt der Fotografie zuwendet. Dadurch eröffnet er sich neue Perspektiven, die sich für sein weiteres künstlerisches Schaffen als äußerst fruchtbar erweisen.
Besonders interessieren ihn modernistische Bauwerke des italienischen Rationalismus. Treppen, Kanten und funktionale Formen dieser Architektur prägen seine Bildsprache nachhaltig. Architektonische Elemente werden dabei zu abstrahierten Linien und Flächen reduziert. Bevor Förg schließlich zur Leinwand zurückkehrt, experimentiert er zudem mit bemalten Bleiplatten, den sogenannten „Bleibildern“. In diesen Arbeiten erforscht er intensiv Oberfläche und Materialität. 1988 entscheidet er sich jedoch bewusst für eine Rückkehr zur Malerei mit Acryl auf Leinwand. "Rivoli" zählt zu den ersten Werkgruppen dieser neuen Phase.
In dieser erneuten Hinwendung zur Malerei verbinden sich die zuvor gewonnenen Erfahrungen aus Fotografie, geometrischer Formensprache sowie aus der Auseinandersetzung mit Haptik und Struktur zu einer eindrucksvollen Synthese. Anders als in der Hard-Edge-Malerei entstehen durch den Einsatz eines breiten Pinsels lebendige Strukturen, die die monochromen Farbflächen beleben und ihnen eine schwingende, dynamische Wirkung verleihen. Unser Werk aus dem Jahr 1989 markiert in diesem Sinne einen wichtigen Moment innerhalb dieser Entwicklung.
Die rund 25 Gemälde der Werkreihe "Rivoli" entstehen im Zusammenhang mit einer Ausstellung im gleichnamigen Castello di Rivoli bei Turin. Unsere monumentale Arbeit stellt dabei ein besonders überzeugendes Beispiel dar, das die geheimnisvollen und vieldeutigen Qualitäten von Förgs Malerei bündelt und sich konsequent auf Farbe und Komposition konzentriert. Einerseits greift Förg die klassische Form des Tafelbildes auf, andererseits setzt er sich mit den Arbeiten Barnett Newmans auseinander. Zentral und symmetrisch gliedert er die großformatige Leinwand in zwei vertikale Spannungsfelder: Links steht ein kräftiges Ultramarinblau einem sanfteren, jedoch ebenso intensiven dunklen Kadmiumgelb gegenüber. Trotz der reduzierten Farbpalette entfaltet das Werk durch Förgs schwungvolle, lakonische Pinselführung eine spürbare Energie. Die Komposition erinnert an ein Fenster oder eine Tür: Sie deutet Formen an, ohne sich auf eine konkrete Realität festzulegen. Günther Förg, der 2013 in Freiburg im Breisgau verstirbt, zeichnet sich durch außergewöhnliche Experimentierfreude und stetigen Wandel aus – Qualitäten, die seinem Werk eine anhaltende Vitalität verleihen. [AW]
Besonders interessieren ihn modernistische Bauwerke des italienischen Rationalismus. Treppen, Kanten und funktionale Formen dieser Architektur prägen seine Bildsprache nachhaltig. Architektonische Elemente werden dabei zu abstrahierten Linien und Flächen reduziert. Bevor Förg schließlich zur Leinwand zurückkehrt, experimentiert er zudem mit bemalten Bleiplatten, den sogenannten „Bleibildern“. In diesen Arbeiten erforscht er intensiv Oberfläche und Materialität. 1988 entscheidet er sich jedoch bewusst für eine Rückkehr zur Malerei mit Acryl auf Leinwand. "Rivoli" zählt zu den ersten Werkgruppen dieser neuen Phase.
In dieser erneuten Hinwendung zur Malerei verbinden sich die zuvor gewonnenen Erfahrungen aus Fotografie, geometrischer Formensprache sowie aus der Auseinandersetzung mit Haptik und Struktur zu einer eindrucksvollen Synthese. Anders als in der Hard-Edge-Malerei entstehen durch den Einsatz eines breiten Pinsels lebendige Strukturen, die die monochromen Farbflächen beleben und ihnen eine schwingende, dynamische Wirkung verleihen. Unser Werk aus dem Jahr 1989 markiert in diesem Sinne einen wichtigen Moment innerhalb dieser Entwicklung.
Die rund 25 Gemälde der Werkreihe "Rivoli" entstehen im Zusammenhang mit einer Ausstellung im gleichnamigen Castello di Rivoli bei Turin. Unsere monumentale Arbeit stellt dabei ein besonders überzeugendes Beispiel dar, das die geheimnisvollen und vieldeutigen Qualitäten von Förgs Malerei bündelt und sich konsequent auf Farbe und Komposition konzentriert. Einerseits greift Förg die klassische Form des Tafelbildes auf, andererseits setzt er sich mit den Arbeiten Barnett Newmans auseinander. Zentral und symmetrisch gliedert er die großformatige Leinwand in zwei vertikale Spannungsfelder: Links steht ein kräftiges Ultramarinblau einem sanfteren, jedoch ebenso intensiven dunklen Kadmiumgelb gegenüber. Trotz der reduzierten Farbpalette entfaltet das Werk durch Förgs schwungvolle, lakonische Pinselführung eine spürbare Energie. Die Komposition erinnert an ein Fenster oder eine Tür: Sie deutet Formen an, ohne sich auf eine konkrete Realität festzulegen. Günther Förg, der 2013 in Freiburg im Breisgau verstirbt, zeichnet sich durch außergewöhnliche Experimentierfreude und stetigen Wandel aus – Qualitäten, die seinem Werk eine anhaltende Vitalität verleihen. [AW]
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