126000142
Lyonel Feininger
At the Sea-Side, Panel I, 1940.
Oil on canvas
Estimate:
€ 140,000 - 180,000

 
$ 161,000 - 207,000

Information on buyer's premium, taxation and resale right compensation will be available four weeks before the auction.
126000142
Lyonel Feininger
At the Sea-Side, Panel I, 1940.
Oil on canvas
Estimate:
€ 140,000 - 180,000

 
$ 161,000 - 207,000

Information on buyer's premium, taxation and resale right compensation will be available four weeks before the auction.
 

Lyonel Feininger
1871 - 1956

At the Sea-Side, Panel I. 1940.
Öl auf Leinwand.
Rechts oben signiert. Verso auf dem Keilrahmen erneut signiert sowie datiert "March 7th 1940" und betitelt. 48,3 x 48,3 cm (19 x 19 in).
[AR].

• Starke Kontraste, konzentrierte Form: Lyonel Feininger gilt als Erfinder des modernen Seestücks.
• Neue Lebensrealität trifft auf vertraute Motivik, die schwierigen Anfänge in New York auf die glücklichen Bauhaus Jahre in Deutschland.
• Malerische Transformation eines Bauhaus-Holzschnittes: Roter Mann und Sonne stehen im Fokus, Sinnbild für den individuellen Neuanfang des Künstlers?
• Lange im Besitz der Familie des Künstlers und hier nun erstmals auf dem internationalen Auktionsmarkt angeboten.
• Ehemals Dauerleihgabe im Busch-Reisinger Museum an der Harvard University, die bis heute einer der wichtigsten Feininger Sammlungen weltweit beherbergt
.

Achim Moeller, Direktor des Lyonel Feininger Project, New York - Berlin, hat die Echtheit dieses Werkes, das im Archiv des Lyonel Feininger Project unter der Nummer 1926-05-06-24 registriert ist, bestätigt. Das Gemälde ist in Lyonel Feininger: The Catalogue Raisonné of Paintings von Achim Moeller unter der Nummer 392 aufgeführt. Ein Zertifikat liegt der Arbeit bei.
Zusätzliche Informationen wurden von Achim Moeller, The Lyonel Feininger Project, New York - Berlin, zur Verfügung gestellt.

PROVENIENZ: Familie des Künstlers (durch Erbschaft).

AUSSTELLUNG: Lyonel Feininger, Buchholz Gallery, Willard Gallery, New York, 11.-29.3.1941, Grosse Pointe, The Russell A. Alger House, Detroit Institute of Arts, July-(August) 1941, Kat.-Nr. 36 (hier als "At the Seaside").
Lyonel Feininger: Oils and Watercolors 1940 to 1955, Willard Gallery, New York, 1.2.-3.3.1956, 14 paintings, 19 watercolors, Kat.-Nr. 2, (hier als "At the Seaside").
Langzeit-Leihgabe, Busch-Reisinger Museum, Harvard University, Cambridge, Mass., 2004-März 2011 (verso m. Etikett).

LITERATUR: Achim Moeller, “At the Sea-Side, Panel I / (An der See, Tafel I), 1940 (Moeller 401).“ Lyonel Feininger: The Catalogue Raisonné of Paintings. http://www.feininger-project.org/ (abgerufen am 9. April 2024).
Hans Hess, Lyonel Feininger. Mit einem Oeuvre-Katalog von Julia Feininger, Stuttgart 1959, WVZ.-Nr. 392, S. 285f (m. S/W Abb.).
- -
Ernst Scheyer, Lyonel Feininger: Caricature and Fantasy, Detroit 1964, S. 147.
Kunsthalle Nürnberg und Albrecht Dürer Gesellschaft (Hrsg.), Lyonel Feininger. Städte und Küsten: Aquarelle, Zeichnungen, Druckgraphik, Ausstellungskat., Marburg 1992, S. 270.
Hans Schulz-Vanselow, Lyonel Feininger und Pommern. Kiel 1999, S. 291.
Andrea Fromm (Hrsg.), Feininger und das Bauhaus: Weimar, Dessau, New York, Ausstellungskat., Hamburg 2009, S. 179 u. S. 187.
Andrea Fromm, Feininger am Bauhaus - Transpositionen in Holzschnitt, Aquarell und Gemälde, in: Andrea Fromm (Hrsg.), Feininger und das Bauhaus: Weimar, Dessau, New York, Hamburg 2009, S. 11-29, S. 18.
Peter Nisbet, Lyonel Feininger: Drawings and Watercolors from the William S. Lieberman Bequest to the Busch Reisinger Museum, Ausstellungskat., Ostfildern 2011, S. 137.
Peter Nisbet, Lyonel Feininger: Zeichnungen und Aquarelle. Nachlassschenkung William S. Liebermans an das Busch-Reisinger-Museum, Ausstellungskat., Ostfildern 2011, S. 137.

"Die Sehnsucht nach einer Welt zwischen dem Hier und dem Dort, dem Heute und dem Nie, ist die Macht, die Feiningers Werk erfüllt."
Hans Hess, Lyonel Feininger, München 1959, S. 144.

Nachdem Lyonel Feininger am Bauhaus in Weimar die Leitung der grafischen Werkstätten übernommen hatte, entsteht ein umfassendes grafisches Œuvre, das ihm den Ruf eines der wichtigsten druckgrafischen Meister des 20. Jahrhunderts einbringen wird. Wie für sein Schaffen so typisch, schöpfte er dabei unter anderem aus seinem vertrauten Themenrepertoire und übernimmt Elemente seiner Gemälde in die Holzschnitte. Wenige Jahre später kehrt er dieses Prinzip erstmals um und überträgt die charakteristische Linienführung und die Flächigkeit des Holzschnitts in die Malerei. Diese besondere Werkgruppe, oft als gemalte Holzschnitte bezeichnet, zeugt dabei nicht nur von der typischen Arbeitsweise Feiningers, sondern auch von seinem Gespür für die Möglichkeiten der künstlerischen Techniken und ihre spezifischen Ausdrucksmöglichkeiten. Denn obwohl Motiv und Stil aus seinen Holzschnitten bekannt sind, gelingt es ihm, die Gemälde als eigenständige Werke zu positionieren.

So auch bei seiner Arbeit "At the Sea-Side, Panel I" aus dem Jahr 1940, das auf dem Holzschnitt "Evening by the Sea" von 1922 beruht. Bereits 1923 überträgt er das Motiv in ein farbiges Aquarell, entscheidet sich für das Gemälde von 1940 jedoch schließlich für einen stärkeren Kontrast, ein Beleg dafür, dass jedes Medium seine eigenen Mittel verlangt. Lediglich die Sonne und die zentrale Figur hebt er hier in kräftigem Rot hervor und verschiebt dabei den Fokus von der ursprünglich gleichrangigen, vielfigurigen Szenerie des Holzschnitts, die ausschließlich in Schwarz gedruckt wurde, auf den einzelnen Mann mit Hut und Spazierstock.

Die Arbeit entsteht einige Jahre nach Feiningers Rückkehr in die USA im Jahr 1937, nachdem er aufgrund der zunehmenden Repressionen durch die Nationalsozialisten mit seiner Frau Julia Deutschland verlassen hatte. Obwohl in Amerika geboren, muss Feininger sich, losgelöst von den festen Strukturen und Freundschaften der Bauhaus Zeit, zurück in New York ein neues Leben aufbauen. Zwischen 1937 und 1938 entstehen keine neuen Werke, erst langsam findet der Maler neue Inspiration, wobei er motivisch auffällig oft seinen früheren Bildthemen verbunden bleibt, wie auch bei "At the Sea-Side, Panel I", das er in seine neue Lebensrealität überträgt. Es lässt sich als Sinnbild für den individuellen Neuanfang des Künstlers deuten und ist dabei geprägt von einer universell verständlichen, unerfüllten Sehnsucht nach vergangenen Zeiten, die schon Hans Hess 1959 verspürt haben muss, als er schrieb: "Die Sehnsucht nach einer Welt zwischen dem Hier und dem Dort, dem Heute und dem Nie, ist die Macht, die Feiningers Werk erfüllt." (Hans Hess, Lyonel Feininger, München 1959, S. 144) [AR]





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